Die 4 schöns­ten Klet­ter­steige Süd­ti­rol

  • Adult female rock climber on vertical flat wall with poor relief - side view, close-up.

    Die 4 schöns­ten Klet­ter­steige Süd­ti­rol

    Die Feri­en­re­gion Süd­ti­rol prä­sen­tiert sich durch eine große Anzahl an Klet­ter­stei­gen: In unter­schied­li­chen Schwie­rig­keits­stu­fen und ent­lang sämt­li­cher Gebirgs­ket­ten sind diese zu fin­den. Die wohl bekann­tes­ten Stei­g­an­la­gen befin­den sich in den Dolo­mi­ten. Ent­lang der wei­ßen Gesteine schlän­geln sich enge, mit Seil­brü­cken abge­si­cherte Wege in den Fels­vor­sprün­gen – in den Stein wur­den Lei­tern und Stu­fen gehauen. In Süd­ti­rol ste­hen Ihnen ins­ge­samt 143 viel­sei­tige Klet­ter­steige zur Ver­fü­gung. Dabei wer­den Gip­fel erreicht, die für den nor­ma­len Wan­de­rer uner­reich­bar sind, und Wände durch­stie­gen, die man nor­ma­ler­weise nur von unten bestau­nen kann. Immer gesi­chert, immer am Seil: Der Klet­ter­steig – ein fes­seln­des Erleb­nis!

    Damit Sie sich einen ers­ten Über­blick ver­schaf­fen kön­nen, stel­len wir Ihnen hier die schöns­ten Rou­ten der Region vor.

    Mitt­lere Schwie­rig­keits­stufe: Die Tschen­gel­ser Hoch­wand

    Auf der mas­si­ven Tschen­gel­ser Hoch­wand ste­hen Ihnen gleich drei Rou­ten zur Ver­fü­gung. Die Anreise erfolgt von Ihrem Dol­ce­Vita Style & Spa Resort Lin­den­hof aus über die Vinsch­ger Staat­straße bis in das 50 Kilo­me­tern ent­fernte St. Ger­traud in Sul­den (1.844 m. ü. M.). Von dort aus wan­dern Sie zunächst auf die Ost­seite des Tales. Auf dem Steig Nr. 5 geht es wei­ter durch das Zay­tal bis hin­auf zur bekann­ten Düs­sel­dor­fer Hütte (2.724 m. ü. M.), um im Anschluss die Weg­ga­be­lung unter der Tschen­gel­ser Hoch­wand zu errei­chen. Fol­gen Sie nun den Weg­wei­sern und bie­gen Sie links ab. Bege­ben Sie sich dann am Geröll­hang hin­auf zum Süd­grat des Gip­fels und fol­gen Sie dem Hin­weis­schild “Nor­mal­weg”. Dies ist ein recht schwa­cher Steig durch eine schroffe Geröll­scharte. Über den teil­weise gesi­cher­ten Klet­ter­steig errei­chen Sie anschlie­ßend das Gip­fel­kreuz auf sagen­haf­ten 3.375 Höhen­me­tern. Der Abstieg erfolgt eben­falls über den Nor­mal­weg. Dauer: ab der Düs­sel­dor­fer Hütte etwa 4 Stun­den.

    Spu­ren des Ers­ten Welt­krie­ges: Der Paternk­ofel

    Auch wenn die­ser Klet­ter­steig als leicht ein­ge­stuft ist, bedarf es hier auf jeden Fall einer geeig­ne­ten Klet­ter­aus­rüs­tung. Die Dauer der Tour beträgt ca. 4 Stun­den. Auf dem Aus­sichts­berg der Sext­ner Dolo­mi­ten (2.744 m. ü. M.) genie­ßen Sie bei Ihrer Rund­tour nicht nur die wun­der­volle Aus­sicht auf die Drei Zin­nen, Sie bege­ben sich auch durch die stock­dunk­len Stol­len, die im Zwei­ten Welt­krieg errich­tet wur­den und heute noch an die umkämpf­ten Gip­fel erin­nern. Zunächst rei­sen Sie von Ihrer Unter­kunft in Naturns bis nach Meran, wei­ter über die Schnell­straße bis nach Bozen und auf die Auto­bahn A22 Rich­tung Bren­ner. Neh­men Sie die Aus­fahrt Brixen/Vahrn und fol­gen Sie der Staats­straße in das Pus­ter­tal. Bei Toblach bie­gen Sie nach Süden in Rich­tung Cor­tina d’Ampezzo ab (SS51). Bei Schlu­der­bach, gleich hin­ter dem Dür­ren­see, zwei­gen Sie anschlie­ßend links nach Misu­rina auf die SS48 ab. Vor dem gleich­na­mi­gen See bie­gen Sie dann zum Rifu­gio Auronzo (2.320 m. ü. M.) ab und fol­gen der maut­pflich­ti­gen Berg­straße bis zum Groß­park­platz direkt bei der Berg­hütte. Dort star­tet Ihre Tour.

    Vom Rifu­gio Auronzo stei­gen Sie auf dem Wan­der­weg Nr. 101 zur Lava­re­dohütte zu. Über den Patern­sat­tel geht es wei­ter bis zur Drei-Zin­nen-Hütte. Unmit­tel­bar an der Hütte fol­gen Sie dem Hin­weis­schild Rich­tung Süden. Ent­lang die­ses Süd­kam­mes errei­chen Sie dann den Ein­gang der Kriegs­stol­len. Hier ist eine Taschen­lampe und ein Stein­schlag­helm unbe­dingt erfor­der­lich! Durch das dunkle Tun­nel­sys­tem geht es nun wei­ter bis zum eigent­li­chen Ein­stieg des Klet­ter­steigs. Mit Hilfe der gesi­cher­ten Draht­seile stei­gen Sie wei­ter bis zur Gams­scharte (2.650 m. ü. M.) Dort befin­det sich eine kleine Schlucht, von der aus es im Anschluss hoch zum Gip­fel­kreuz geht. Der Abstieg erfolgt über den wun­der­schö­nen, aus­ge­schil­der­ten Schar­ten­weg.

    Der Taba­retta Klet­ter­steig – einer der anspruchs­volls­ten Klet­ter­steige Süd­ti­rol

    Für die Bege­hung des Taba­retta Klet­ter­steigs benö­tigt man gro­ßes Kön­nen und Geschick. Die Route führt – gänz­lich ohne Tritt­hil­fen – durch die nord­öst­li­chen Ort­ler­wände. Eine echte Her­aus­for­de­rung für alle Anspruchs­vol­len! Eine kom­plette Aus­rüs­tung ist auch hier­für unbe­dingt erfor­der­lich. Dauer: etwa 3 Stun­den.

    Über die Vinsch­ger Staats­straße fah­ren Sie bei Spon­ding in Rich­tung Stilfs­er­joch bis nach Sul­den (1.850 m. ü. M.). Am Park­platz in St. Ger­traud ange­kom­men, fol­gen Sie dem gut mar­kier­ten Weg Nr. 4 bis zur Taba­ret­t­ahütte, wo auch gleich schon der luf­tige Steig zum Ein­stieg abzweigt. Hier genie­ßen Sie den fan­tas­ti­schen Aus­blick auf die Ort­ler Nord­wand und die gegen­über­lie­gen­den Suld­ner Berge. Sie kön­nen aber auch mit der Seil­bahn bis zur Berg­sta­tion Lan­gen­stein fah­ren und von der K2 Hütte aus zu Fuß zur Taba­retta Hütte wan­dern. Gleich hin­ter der Hütte befin­det sich ein schma­ler Pfad, der Sie zum Ein­stieg des Klet­ter­steigs am oberen Ende einer Geröll­rinne führt. Nun geht es sehr steil durch den Ein­stiegs­ka­min nach oben, wo Sie auch schon ein ebe­nes Flach­stück erwar­tet. Über senk­rechte Pas­sa­gen führt die anspruchs­volle Route wei­ter Rich­tung “Klep­per­schlei­der”. Nach einer schwie­ri­gen Steil­pas­sage errei­chen Sie den “Gelen Knott”, eine tritt­lose, kräf­te­rau­bende Que­rung nach rechts. Nach wei­te­ren luf­ti­gen und stei­len Ver­schnei­dun­gen ist das Gelände in die­sem Abschnitt leicht gestuft. Am Aus­stiegs­grat (3.050 m. ü. M.) fol­gen Sie etwa 10 Minu­ten nord­öst­lich den “Nor­mal­weg”, bis Sie die Payer Hütte errei­chen.

    Der Klet­ter­steig Hoach­wool in Naturns bei Meran

    Am Ein­gang des Schnal­stals befin­det sich der neue Klet­ter­steig Hoach­wool. Aus­gangs­punkt ist der Park­platz der Tal­sta­tion Unter­stell, der sich übri­gens nur einige Meter vom Dol­ce­Vita Resort Lin­den­hof befin­det. Dort ange­kom­men fol­gen Sie zunächst dem rot mar­kier­ten Steig bis zur Auf­fahrt zum Schloss Juval. Am Bach­ufer ent­lang befin­den sich einige Klet­ter­steig­pas­sa­gen, die zur Seil­brü­cke in schwin­del­erre­gen­der Höhe über den Schnal­ser Bach füh­ren. Im Anschluss que­ren Sie einen neu gestal­te­ten Waal. Bald dar­auf stel­len Sie sich der größ­ten Her­aus­for­de­rung des Hoach­wool-Stei­ges: Am Draht­seil gesi­chert geht es an einer äußerst senk­rech­ten Wand steil nach oben. Hier ist gute Klet­ter­tech­nik, Tritt­si­cher­heit und Geschick gefragt! Nach einer klei­nen Ver­schnauf­pause am ebe­nen Rast­platz fol­gen Sie anschlie­ßend einer etwas leich­te­ren Pas­sage bis zu einer Lei­ter, an der sich auch schon der Aus­stieg befin­det. Abstei­gen kön­nen Sie über den Wan­der­weg Nr. 10 oder Sie fah­ren bequem mit der Seil­bahn Unter­stell bis nach Naturns.

    Nähere Infor­ma­tio­nen zum Klet­tern in Süd­ti­rol  erhal­ten Sie direkt bei uns im Berg­stei­ger-Hotel Lin­den­hof in Naturns: Unser Berg­füh­rer Rudi klärt Sie gerne über das rich­tige Ver­hal­ten am Berg auf. Außer­dem erwar­ten Sie viele wei­tere Vor­teile für Ihren Klet­ter­ur­laub in Süd­ti­rol: Die Wan­der­jause zum Mit­neh­men vom Früh­stücks­buf­fet, der kos­ten­lose Ver­leih von Wan­der­ruck­sä­cken sowie kos­ten­lose Tou­ren­be­ra­tung durch den Gast­ge­ber Joa­chim Nisch­ler.

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