Es sind nur 15 Meter…

  • Kletterwand

    Es sind nur 15 Meter…

    Die neue Klet­ter­wand am Lin­den­hof

    „Bet­ty hängt sechs Meter weit oben. Doch für die Frau aus dem Lin­den­hof-Ser­vice fühlt es sich an der neu­en Klet­ter­wand im Hotel wie in schwin­del­erre­gen­der Höhe an. „Schatz“, ruft sie ver­zwei­felt ihrem Ehe­mann Jan von oben zu, „wie soll ich da denn wie­der run­ter­kom­men?!?!“ Der Chef de Rang grinst sei­ne Frau an. „Genieß erst mal die Aus­sicht. Run­ter kom­men alle.“

    Betty2

    Bet­ty in Action

    Es ist eine anspruchs­vol­le Rou­te an der neu­en Klet­ter­wand im Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof, die aus guten Grün­den „Stel­vio“ heißt. „Stel­vio“, wie das Stilfser Joch, das für geüb­te Rad­fah­rer das Non­plus­ul­tra ist. Geüb­te Klet­te­rer fin­den auch an der neu­en, bun­ten Klet­ter­wand am Neu­bau des Hotels ihre Stre­cke – mit einem Schwie­rig­keits­grad von 6b, wie das im Fach­deutsch der Klet­ter­tech­nik heißt.

     

    Doch unser „Stel­vio“ ist auch für Anfän­ger geeig­net. Spaß sol­len sie haben, die Gäs­te im Lin­den­hof – und die Wand bie­tet tat­säch­lich für jeden eine Rou­te. Für die Geüb­ten und die Unge­üb­ten. 
Täg­lich sieht man sport­li­che Kin­der und Erwach­se­ne, die sich – vie­le zum ers­ten Mal – an die far­bi­ge Wand wagen. Hin­auf­ge­hen ist die eine Sache, wie­der hin­un­ter­kom­men eine ande­re.

     

    Klettern

    Klet­ter­freun­de in Action

    Bei der Hälf­te ange­kom­men stellt man fest: Wie soll ich da wie­der run­ter­kom­men?
„Am bes­ten ein­fach fal­len las­sen und Hän­de und Füße weg von der Wand“, raten unse­re Exper­ten den Leu­ten. Das ist am sichers­ten. „Ich trau mich nicht! Ich hab Aaangst!“ schreit Bet­ty bei dem ers­ten Klet­ter­ver­such ihres Lebens. Sie ist damit nicht allein. „Das kos­tet ganz schön Über­win­dung“ oder „Ich dach­te, ich fal­le hin­un­ter“ hören die Damen an der Rezep­ti­on oft, wenn sie sich bei ihren Gäs­ten erkun­di­gen, wie es so gelau­fen ist. Vie­le haben Angst, sich mit dem Siche­rungs­seil ein­fach fal­len zu las­sen – und tap­sen lie­ber wie­der zu Fuß die Rou­te so zurück, wie sie hoch­ge­kom­men sind.

     

    Die Fir­ma Steil­heit-Die Wand­ma­cher aus dem öster­rei­chi­schen Tirol hat das Pro­jekt im Dol­ce­Vi­ta Resort rea­li­siert. Der Chef, Ste­fan Fürst, zähl­te in den 90er Jah­ren zu den stärks­ten Klet­te­rern Öster­reichs.

    Das Selbst­si­che­rungs­ge­rät ist moderns­te Tech­nik, der Brems­wi­der­stand passt sich auto­ma­tisch an das Gewicht des Klet­te­rers an und sorgt für einen „sanf­ten Abstieg“. Und tat­säch­lich: für einen Klet­te­rer, der schon öfters in der Hal­le oder an der Fels­wand war, dort von jeman­dem gesi­chert wur­de und viel­leicht mal einen „frei­en Fall“ (ein paar Meter) erlebt hat, ist die­se Siche­rungs­me­tho­de sicher sanft, da sie gleich­mäs­sig erfolgt. Für einen Neu­ein­stei­ger mit kei­ner bis wenig Erfah­rung, bedarf es einer Anpas­sungs­zeit und Ver­trau­ens­ge­win­nung in das Sys­tem –

     und ein biss­chen Über­win­dung selbst­ver­ständ­lich.

     

    Bet­ty kann sich über­win­den. Sie ver­traut irgend­wann der Siche­rungs­me­tho­de und lässt sich mit dem Seil in die Tie­fe fal­len. „Das wird Zeit“, sagt ihr Ehe­mann Jan und blickt auf die Uhr: Um 17 Uhr müs­sen er und sei­ne Frau wie­der im Ser­vice arbei­ten.

     

    Wir sind sicher: Bet­ty wird wie­der kom­men und sich an der Rezep­ti­on Schu­he und Klet­ter­gurt aus­lei­hen. Denn auch den meis­ten der Lin­den­hof-Gäs­te geht es so: Wer es ein­mal gepackt hat, den hat es gepackt….

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