7 Tipps zur Rasen­pflege von Gärt­ner Car­letto

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    7 Tipps zur Rasen­pflege von Gärt­ner Car­letto

    Ein gepfleg­ter, dich­ter, grü­ner Rasen ist der Traum eines jeden Hob­by­gärt­ners. Doch von alleine wächst die­ser nicht. Es steckt viel Arbeit in einem schö­nen Rasen. Haus­meis­ter Car­letto gibt Ihnen heute die wich­tigs­ten Tipps für ein schö­nes Grün. Er arbei­tet seit 24 im Dol­ce­Vita Hotel Lin­den­hof und sorgt über die Som­mer­mo­nate für eine schöne Rasen­flä­che im Gar­ten. Er ver­rät auch was Sie schon jetzt beach­ten müs­sen, um in eini­gen Wochen ein schö­nes Ergeb­nis zu bekom­men.

    1. Das rich­tige Dün­gen

    Das Dün­gen ist die erste wich­tige Auf­gabe im Früh­jahr. Die Grä­ser wer­den durch das Dün­gen mit den nöti­gen Nähr­stof­fen ver­sorgt und das warme Früh­lings­wet­ter gibt dann den Impuls zum Wach­sen. Ab einer kon­stan­ten Min­dest­tem­pe­ra­tur von 10 Grad kann gedüngt wer­den. Im Lin­den­hof sähen wir einen bestimm­ten Rasen­dün­gen mit Stick­stoff (20 bis 25%), Phos­phor und Kalium. Damit die Gra­nu­late den Rasen nicht beschä­di­gen, soll­ten Sie einen Regen­tag abwar­ten. Kurz bevor es zu reg­nen beginnt sollte der Rasen gedüngt wer­den. Auch die Dosie­rung sollte beach­tet wer­den. Damit Ihr Rasen nicht unre­gel­mä­ßig wächst, ver­wen­den Sie beim Streuen des Dün­gers am Bes­ten ein Streu­ge­rät. Nach eini­gen Mona­ten lässt die Wir­kung nach, also dün­gen Sie im Juli noch­mal. Das genügt dann noch für den rest­li­chen Som­mer.

    1. Ver­ti­ku­tie­ren

    Ich höre die­sen Begriff heute zum ers­ten Mal. J Aber das scheint der Fach­be­griff für den nächs­ten Schritt zu sein. In der Wachs­tums­phase, also am bes­ten 2 Wochen nach dem Dün­gen soll­ten Sie mit einem „Ver­ti­ku­tie­rer“ die Boden­ober­flä­che leicht anrit­zen, aber weni­ger als ein Zen­ti­me­ter, alles andere ist schon zu viel. Mit die­sem Schritt ent­fernt man abge­stor­be­nes Mate­rial, wie Moos. Wir im Lin­den­hof frü­hen die­sen Schritt jedes Jahr aus, es kann aber auch mög­lich sein, dass Ihr Rasen dies nicht nötig hat. Um dies zu tes­ten, fah­ren Sie am bes­ten mit einer Harke ohne Druck über den Rasen. Wenn Moos hän­gen bleibt, dann soll­ten Sie sich an die Arbeit machen.

    1. Das Mähen und die Schnitt­länge

    Sobald die Grä­ser über 10cm hoch sind, sollte der Rasen gemäht wer­den. Bei uns mähen wir ca. ein­mal in der Woche, je nach­dem wie viel es gereg­net hat. Wenn es sehr tro­cken ist wächst der Rasen lang­sa­mer. Ein Drit­tel bis die Hälfte dür­fen abge­schnit­ten wer­den. Gemäht wird der tro­ckene Rasen, also nicht nach einem Regen­tag mit dem Rasen­mä­her und das Gras gehen.

    1. Bewäs­sern

    Gie­ßen Sie den Rasen nicht um die Mit­tags­zeit, son­dern bes­ser in den Mor­gen- oder Abend­stun­den. Bewäs­sern Sie die Grä­ser nicht zu häu­fig, son­dern lie­ber nur ein­mal, dafür aber lange, ruhig so lange bis sich Pfüt­zen bil­den oder der Boden mat­schig wird. So kann das Was­ser bis in die Wur­zeln vor­drin­gen. Bei uns im Hotel ist das natür­lich ein biss­chen anders. Sie soll­ten ja nicht durch die Pfüt­zen lau­fen, aber für zu Hause bes­ser ein­mal weni­ger, dafür aber län­ger Bewäs­sern.  

    1. Unkraut jäten

    Wenn der Rasen regel­mä­ßig gemäht wird ver­schwin­det das Unkraut mit der Zeit von selbst, da es sich hier meis­tens um Kräu­ter han­delt die nicht schnitt­ver­träg­lich sind. Wie­sen­blu­men wie Löwen­zahn oder Gän­se­blüm­chen müs­sen aber per Hand aus­ge­sto­chen wer­den.

    1. Das Kal­ken

    Das Kal­ken sorgt für einen guten ph-Wert im Boden. Der Rasen gedeiht am bes­ten, wenn der ph-Wert zwi­schen 5,3 und 7,0 liegt, habe ich mir sagen las­sen. Die meis­ten Hob­by­gärt­ner ver­ges­sen die­sen Schritt ganz gerne (ich auch). Um die Qua­li­tät des Rasens zu erhal­ten oder sogar zu ver­bes­sern, soll­ten Sie alle paar Jahre den ph-Wert mes­sen las­sen und dann dem­entspre­chend Kalk hin­zu­ge­ben. Las­sen Sie sich hier am bes­ten vom Profi bera­ten.

    1. even­tu­ell Nach­sä­hen

    Oft­mals wer­den den Win­ter über Löcher in den Boden geris­sen, oder die Sonne ver­brennt an man­chen Stel­len den Rasen. Wenn Sie sol­che Stel­len nach­sä­hen möch­ten, soll­ten Sie damit nicht zu früh begin­nen. Der Boden sollte hier­für min­des­tens kon­stante 10 Grad haben. DSC_2904Vor der Aus­saat muss der Boden gelo­ckert, gewalzt und bewäs­sert wer­den. Beim Wal­zen soll­ten Sie nicht zu fest drü­cken. Zudem soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass der Boden feucht gehal­ten wird, denn wenn die Samen erst mal auf­ge­quol­len sind, dür­fen sie nicht mehr aus­trock­nen. Aber Ach­tung: Bewäs­sern Sie der Rasen nicht nach­dem Sie die Aus­saat gestreut haben, denn dann besteht die Gefahr, dass die Samen weg­ge­spült wer­den.

    Mit die­sen Tipps sollte jedem Frei­zeit­gärt­ner ein schö­ner Rasen gelin­gen und die ers­ten Gar­ten­par­tys kön­nen kom­men. Car­letto wünscht viel Erfolg und viel Spaß mit Ihrem Rasen!

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