Eier – bes­ser als ihr Ruf! Also, Fro­he Ostern!

  • Eier – bes­ser als ihr Ruf! Also, Fro­he Ostern!

    Scho­ko­ha­sen ste­hen nicht unbe­dingt für gesun­de Ernäh­rung und Eier gel­ten als Cho­le­ste­rin­bom­ben: Der Appe­tit auf Ostern könn­te einem doch glatt ver­ge­hen! Aber, wie auch Scho­ko­la­de sind Eier bes­ser als ihr Ruf.

    Eier: unge­sund? Oder gesün­der, als vie­le den­ken?

    Das Ei gilt seit vie­len Jah­ren als Inbe­griff der Cho­le­ste­rin­bom­be. Auf­grund sei­nes Cho­le­ste­rin­ge­halts von etwa 220 Mil­li­gramm bei einem mitt­le­ren Ei, gilt das Ei als gesund­heits­schäd­lich. Vor allem für Herz und Gefä­ße sol­len Eier eine Gefahr sein. Zu Unrecht als unge­sund gebrand­markt, wur­den Hüh­ner­ei­er vie­le Jahr­zehn­te lang von vie­len gesund­heits­be­wuss­ten Men­schen vom Spei­se­plan ver­bannt.

    Selbst laut Medi­zi­ner soll­te man nicht mehr als zwei bis drei Eier pro Woche zu sich neh­men, um das Herz-Kreis­lauf-Risi­ko nied­rig zu hal­ten. Auch vie­le ande­re cho­les­te­rin­hal­ti­ge Lebens­mit­tel wie But­ter oder Käse wur­den als schäd­lich für die Gesund­heit ein­ge­stuft, obwohl es dafür eigent­lich nie eine wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge gab. Aktu­ell zei­gen Stu­di­en, dass die Angst vor Cho­le­ste­rin in Nah­rungs­mit­teln nahe­zu unbe­grün­det ist. Weil spe­zi­el­le Mecha­nis­men im Ver­dau­ungs­sys­tem von gesun­den Men­schen ver­hin­dern, dass der Kör­per aus der Nah­rung zu viel Cho­le­ste­rin ins Blut auf­nimmt, ist auch der Genuss von einem Ei pro Tag und mehr unge­fähr­lich.

    Aus ver­schie­de­nen ande­ren Grü­nen sind Eier außer­dem als wich­ti­ger Bestand­teil einer gesun­den Ernäh­rung anzu­se­hen. Eier ent­hal­ten zahl­rei­che Vit­ami­ne (B, D, K), vie­le Mikro­nähr­stof­fe, Mine­ral­stof­fe und wich­ti­ges Jod. Der hohe Eiweiß­ge­halt unter­stützt die Sät­ti­gung, so kann das Ei zum Früh­stück sogar beim Abneh­men hel­fen. Die Nähr­stof­fe befin­den sich im Ei sowohl im Eiweiß auch als im Eidot­ter. Wobei der grö­ße­re Anteil im Eigelb zu fin­den ist.

    Was ist Cho­le­ste­rin?

    Cho­le­ste­rin ist eine fett­ähn­li­che Sub­stanz, die jeder Mensch im Kör­per hat und auch benö­tigt. Cho­le­ste­rin ist Bau­stein aller Zel­len und Gewe­be und gilt als unent­behr­lich bei der Pro­duk­ti­on von Hor­mo­nen, Gal­len­flüs­sig­keit und Vit­amin D. Das im Ei ent­hal­te­ne Leci­t­hin ver­bes­sert die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und Gedächt­nis­leis­tung, hilft bei Stress und stärkt die Ner­ven, aber es ver­hin­dert auch die Auf­nah­me des Cho­le­ste­rins aus dem Eidot­ter in die Darm­wand.

    Zudem beein­flusst Cho­le­ste­rin den Gemüts­zu­stand und unter­stützt das Immun­sys­tem. Den größ­ten Anteil von Cho­le­ste­rin wird vom Orga­nis­mus selbst, vor allem in der Leber, pro­du­ziert. Zusätz­li­ches Cho­le­ste­rin wird noch über die Nah­rung auf­ge­nom­men, vor allem tie­ri­sche Fet­te ent­hal­ten viel Cho­le­ste­rin; also But­ter, Milch, Wurst und Fleisch. Kommt es durch die Ernäh­rung zu einer ver­mehr­ten Cho­le­ste­rin­zu­fuhr, dros­selt der gesun­de Kör­per die eige­ne Cho­le­ste­rin­pro­duk­ti­on. So blei­ben die Cho­le­ste­rin­wer­te im Blut nahe­zu kon­stant. Schlech­ter für die Blut­fett­wer­te sind dage­gen zu vie­le gesät­tig­te Fett­säu­ren. Gesät­tig­te Fett­säu­ren sind in gehär­te­ten Fet­ten ent­hal­ten, wie zum Bei­spiel Pom­mes Fri­tes, Chips oder Gebäck. Wenn zu viel von die­sen Gerich­ten auf den Spei­se­plan ste­hen, dann erhöht sich der Wert des schlech­ten Cho­le­ste­rins. Ganz frei von Cho­le­ste­rin sind Reis, Kar­tof­feln, Obst und Gemü­se.

    War­um schlech­tes Cho­le­ste­rin schäd­lich ist

    Von den Medi­zi­nern wird Cho­le­ste­rin in gutes und schlech­tes Cho­le­ste­rin unter­teilt. Das gute HDL-Cho­le­ste­rin schützt die Gefä­ße und sorgt in den Blut­bah­nen für den ste­ti­gen Abtrans­port des schlech­ten LDL-Cho­le­ste­rins. Ist zu viel schlech­tes Cho­le­ste­rin im Blut, lagert sich die­ses an den Wän­den der Gefä­ße ab und die Kris­tal­le wer­den von den Fress­zel­len des Immun­sys­tems auf­ge­nom­men. Aber da die Kris­tal­le schwer ver­dau­lich sind, bil­den sich in den Fress­zel­len soge­nann­te Inflam­m­a­so­me. Von den betrof­fe­nen Fress­zel­len wer­den Boten­stof­fe aus­ge­sen­det, wel­che wei­te­re Fress­zel­len dazu­ho­len. Die gan­ze Inva­si­on von Fress­zel­len lässt schluss­end­lich ent­zünd­li­che Schwel­lun­gen an den Gefäß­wän­den ent­ste­hen: soge­nann­te athe­ro­sklero­ti­sche Plaques. Die­se behin­dern die Durch­blu­tung der Gefä­ße, die Fol­ge davon ist, dass nicht mehr genü­gend Sauer­stoff in den Herz­mus­kel gelangt. Es droht ein Schlag­an­fall oder Herz­in­farkt.

    Um die hohen Blut­fett­wer­te zu sen­ken möch­te, soll­te man sich bewe­gen, even­tu­ell abneh­men, Sport trei­ben, mit dem Rau­chen auf­hö­ren und wenn mög­lich, ganz auf den Genuss von gehär­te­ten Fet­ten ver­zich­ten.

    Wann soll­te der Kon­sum von Eiern ein­ge­schränkt wer­den?

    Es hängt von den indi­vi­du­el­len Risi­ken und Erkran­kun­gen ab, um zu bestim­men, wer wie viel Cho­le­ste­rin mit der Nah­rung auf­neh­men darf. Daher gilt es kei­ne Faust­re­gel, die besagt, ab wann der Eier­kon­sum für den Men­schen schäd­lich ist.

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