Ent­schei­dend ist die Lei­den­schaft

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    Ent­schei­dend ist die Lei­den­schaft

    Herz­lich­keit und Höf­lich­keit im Hotel Lin­den­hof beein­dru­cken die Unter­neh­mer aus der Schweiz – und: „Wir haben vie­les von der Fami­lie Nisch­ler im Umgang mit unse­ren Mit­ar­bei­tern gelernt“, sagt Fri­seur­meis­te­rin The­res.

    The­res Dät­wy­ler wird die glück­li­chen Gesich­ter ihrer Ange­stell­ten so schnell nicht ver­ges­sen. Mit ihren wei­ßen Bade­män­teln waren die jun­gen Frau­en schnell mal an die Rezep­ti­on im Vier­ster­ne S-Hotel Lin­den­hof geeilt, um sich bei ihren Chefs für den Kurz­ur­laub im Para­dies zu bedan­ken. „Sie haben viel­leicht zum ers­ten Mal selbst erlebt, was es heißt, ver­wöhnt zu wer­den“, sagt The­res Dät­wy­ler, die einst zusam­men mit ihrem Mann die Idee für den Betriebs­aus­flug nach Naturns hat­te. „Hier konn­ten wir am bes­ten die Herz­lich­keit und Lei­den­schaft zei­gen, die wir von unse­ren Mit­ar­bei­tern auch in unse­rem Fri­seur­sa­lon erwar­ten.“

    Es scheint geklappt zu haben. Inzwi­schen füh­ren The­res und Kurt Dät­wy­ler drei Fri­seur­ge­schäf­te – in Gla­rus, in Mit­lö­di und in Hor­gen. „Wir haben die glei­che Phi­lo­so­phie wie die Fami­lie Nisch­ler“, sagt Kurt Dät­wy­ler, und The­res gesteht, dass sie sich auch viel vom Hotel Lin­den­hof abge­schaut haben. „Wir arbei­ten bei­de im Dienst­leis­tungs­ge­wer­be, und hier zählt nun mal die Lei­den­schaft, mit der Mit­ar­bei­ter bereit sind, Kun­den zu ver­wöh­nen“, sagt Kurt. Das Fach­wis­sen mache viel­leicht 50 Pro­zent aus, denn dass ein Fri­seur Haa­re schnei­den kann, set­ze man nun mal vor­aus. „Ent­schei­dend für den Erfolg ist die Freund­lich­keit, die Höf­lich­keit und die Aus­strah­lung der Mit­ar­bei­te­rin­nen“, sagt The­res.

    So gibt es beim Inter­coif­fure Dät­wy­ler vie­les, was auch den Gäs­ten vom Lin­den­hof bekannt vor­kom­men dürf­te: Mit­ar­bei­ter wer­den auf eine ein­heit­li­che Phi­lo­so­phie im Umgang mit der Kund­schaft geschult („Die­nen kommt vor ver­die­nen“), eine eige­ne Kun­den­zei­tung bie­tet Hin­ter­grün­de aus dem Unter­neh­men („Wie die Sui­te“), es gibt Vor­trä­ge aus allen Berei­chen für Ange­stell­te, damit sie ihren Hori­zont erwei­tern kön­nen – und die Fami­lie Dät­wy­ler lebt ihre Leh­ren vor. „Nur wer selbst zufrie­den ist, kann ande­re glück­lich machen.“ Davon ist The­res Dät­wy­ler genau­so über­zeugt wie Joa­chim Nisch­ler.

    Dabei war es ein Zufall, dass die Dät­wy­lers vor 38 Jah­ren ihr „Lieb­lings­ho­tel“ gefun­den haben. The­res’ Vater Hein­rich Gnos, Betriebs­lei­ter beim Tex­til­un­ter­neh­men von Fre­dy A. Leg­ler in Dies­bach, kam von einer Geschäfts­rei­se aus Ber­ga­mo zurück – und steck­te im Stau. Er beschloss, in Naturns zu über­nach­ten – und lan­de­te im Lin­den­hof. „Damals gab es von Wer­ner Nisch­ler gleich Speck und Wein – und ich habe gedacht: die­se Gast­freund­schaft gefällt mir“, erzählt der heu­te 80-Jäh­ri­ge. Eine Gast­freund­schaft, die der gan­zen Fami­lie gefällt – bis heu­te.

    Mehr­mals im Jahr fah­ren die Dät­wy­lers die 250 Kilo­me­ter von Gla­rus nach Naturns, manch­mal auch nur für ein paar Tage. „Wenn ich hier unten durch die Türe gehe und vor der Rezep­ti­on ste­he, begin­nen für mich die Feri­en. Hier kann ich sofort abschal­ten“, sagt Kurt Dät­wy­ler. Inzwi­schen sind auch Freun­de und Bekann­te vom Lin­den­hof-Bazil­lus befal­len. „Irgend­wann habe ich auch hier kei­ne Ruhe mehr“, sagt Kurt Dät­wy­ler lachend, der trotz­dem über­zeugt ist, dass sich die Fami­li­en­tra­di­ti­on fort­set­zen wird: Sei­ne Nich­ten Dan­ja und Tabea sind inzwi­schen auch schon fast 17 Jah­re lang Stamm­gäs­te im Lin­den­hof und wer­den es wohl blei­ben. „Als wir in ihren Kind­heits­ta­gen ein­mal auf ein ande­res Hotel in Naturns aus­wei­chen muss­ten, sag­ten sie empört: Das ist jetzt aber nicht das rich­ti­ge Süd­ti­rol.“

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