Fas­zi­en – ist das Bin­de­ge­we­be Schuld an unse­ren Rücken­schmer­zen?

  • _DSC0311

    Fas­zi­en – ist das Bin­de­ge­we­be Schuld an unse­ren Rücken­schmer­zen?

    Hart­nä­cki­ge Rücken­schmer­zen gehö­ren zu den häu­figs­ten Volks­krank­hei­ten. Alle die viel am Schreib­tisch sit­zen haben fol­gen­des Sze­na­rio sicher schon mit­er­lebt: Es beginnt mit einem Druck im Nacken und man merkt wie die Mus­keln sich  immer mehr ver­span­nen. Man ver­sucht die Schul­tern zu stre­cken aber irgend­wann ist alles so hart und jede wei­te­re Bewe­gung schmerzt. Der ers­te Gedan­ke: mei­ne Mus­keln sind zu schwach oder ungleich­mä­ßig belas­tet und man ver­sucht die Schmer­zen mit Wär­me­pflas­tern oder einem hei­ßen Bad wie­der weck zu krie­gen. Meis­ten blei­ben die­se Ver­such aber erfolg­los, was aber bleibt ist der Schmerz. Der Grund dafür, dass die Schmer­zen nicht ver­schwin­den liegt dar­in, dass es meist gar nicht die Mus­keln sind die den Schmerz ver­ur­sa­chen, son­dern das Bin­de­ge­we­be, auch Fas­zi­en genannt.

    Was genau sind Fas­zi­en?

    Die Fas­zi­en schau­en auf den ers­ten Blick aus, wie ein Spin­nen­netz. Bis­her ging man davon aus, dass es sich um totes Gewe­be han­delt, doch neue For­schun­gen haben erge­ben, dass sie wich­tig für unse­re Gesund­heit, Fit­ness und Figur sind. Sie umhül­len und stüt­zen alle Orga­ne und Mus­keln und machen jede Bewe­gung des Kör­pers mit. Die Fas­zi­en sind ein eige­nes Sin­nes­or­gan des Kör­pers und mit vie­len Ner­ven­fa­sern, Schmerz- und Bewe­gungs­sen­so­ren ver­se­hen. Sie zie­hen sich eigen­stän­dig zusam­men und ent­span­nen sich wie­der. Zudem zir­ku­liert eine Flüs­sig­keit  durch das Gewe­be, die dem Netz­werk hydrau­li­sche Fähig­kei­ten ver­leiht. Doch wenn die Fas­zi­en über­an­strengt wer­den oder zu wenig mit Flüs­sig­keit ver­sorgt wer­den, ver­klebt oder ver­letzt sich das Gewe­be und es ent­steht eine kom­ple­xe Ver­span­nung im Kör­per, die zu den hart­nä­cki­gen Schmer­zen führt.

    Ver­kleb­te Fas­zi­en lösen und Rücken­schmer­zen vor­beu­gen

    Ver­kle­bun­gen, Ver­span­nun­gen oder Ver­här­tun­gen an den Fas­zi­en kön­nen durch eine sanf­te Mas­sa­ge gelin­dert bzw. beho­ben wer­den. Die Mas­sa­ge kann mit blo­ßen Hän­den durch­ge­führt wer­den, am bes­ten von The­ra­peu­ten oder Ortho­pä­den, oder mit spe­zi­el­len Hilfs­mit­teln, wie zum Bei­spiel das Abrol­len auf har­te Mas­sa­ge­rol­len mit glat­ten Ober­flä­chen. Wenn wir unse­re Fas­zi­en aber regel­mä­ßig trai­nie­ren, blei­ben sie elas­tisch und man beugt Schmer­zen und Ver­let­zun­gen vor. Beson­ders Frau­en soll­ten, zusätz­lich zum Mus­kel­trai­ning, auch Trai­ning mit einem Bewusst­sein für die Fas­zi­en durch­füh­ren.

    Übun­gen für zu Hau­se die Ihre Fas­zi­en geschmei­dig hal­ten:

    DSC_2567Dyna­mi­sche Sprün­ge:

    Rezep­to­ren in den Fas­zi­en geben uns die Leich­tig­keit im All­tag und die­nen wie Stoß­dämp­fer. Stel­len Sie sich ca. einen Meter ent­fernt von der Wand aus, span­nen wie­der Rücken- und Bauch­mus­keln an und las­sen Sie sich dyna­misch an die Wand fal­len. Wich­tig hier­bei ist dass Sie die­se Übung sehr sam­tig und geräusch­los machen. Eine wei­te­re Übung, wel­che die Kata­pult­fä­hig­keit der Fas­zi­en trai­niert ist bar­fuß Seil­sprin­gen oder Trep­pen­lau­fen (ver­su­chen Sie auch bei die­sen Übun­gen die Sprün­ge geräusch­los und geschmei­dig  abzu­brem­sen) Auch das Tram­po­lin, beson­ders auf dem scho­nen­den Bel­li­con-Tram­po­lin sprin­gen eig­net sich hier­für.

    Selbst­mas­sa­ge:

    Ver­kleb­te oder Ver­krampf­te Fas­zi­en kön­nen durch die Selbst­mas­sa­ge mit einer Pila­tes­rol­le oder der sog. Black­roll inner­halb eines Tages gelöst wer­den. Legen Sie sich zum Bei­spiel in die Rücken­la­ge auf den Boden, stel­len Sie die Bei­ne auf. Nun legen Sie die Rol­le unter die schmer­zen­de Stel­le, geben die Hän­de in den Nacken, damit die Hals­wir­bel­säu­le gestützt ist, und span­nen Sie die Bauch­mus­keln an. Nun rol­len lang­sam Sie über die schmerz­haf­te Stel­le.

    Wip­pen­des Stret­ching – Dehn­übun­gen:

    Federn­de Dehn­übun­gen sind beson­ders gut um die Fas­zi­en zu trai­nie­ren, denn das dyna­mi­sche Deh­nen dehnt die Fas­zi­en und das sta­ti­sche Deh­nen wirkt auf die Mus­ku­la­tur. Es darf also gefe­dert und gewippt wer­den um sich lang­sam an die End­po­si­ti­on her­an­zu­tas­ten.

     

    Auch im Well­ness­ho­tel Lin­den­hof wird die Fas­zi­en-Mas­sa­ge ange­bo­ten. Blät­tern Sie doch mal in unse­rem Anwen­dungs­fol­der. Auch im Fit­ness­pro­gramm vom Style & Sport Hotel Lin­den­hof fin­den Sie fast täg­lich Übun­gen wel­che Ihre Fas­zi­en ent­span­nen und elas­tisch machen.

    Tweet about this on TwitterShare on Facebook

3 Comments

  • Fas­zi­en­trai­ning ist ja jetzt wirk­lich sehr beliebt! Wir machen bei uns im Yoga­kurs nun auch immer wie­der gezielt Übun­gen dafür. Eine Ver­bes­se­rung mei­nes Rücken­schmerz konn­te ich aber lei­der noch nicht fest­stel­len. Ich den­ke es liegt bei mir eher an einer ande­ren Ursa­che, da ich eigent­lich schon immer regel­mä­ßig viel Sport getrie­ben habe und auch ab und an eine Mas­sa­ge bekom­me oder zum Phy­sio­the­ra­peu­ten gehe. Mein Gedan­ke momen­tan ist, dass die Beschwer­den ja auch von Was­ser­adern oder Elek­tro­smog kom­men könn­ten. Wer­de ich die­ses Jahr mal eine Ana­ly­se durch­füh­ren las­sen, wenn auch die Behand­lung beim Osthe­o­pa­then nichts ver­bes­sern wird.

  • Schö­ner Bei­trag, Fas­zi­en­trai­ning ist das a&o für Fle­xi­bi­li­tät & Geschmei­dig­keit unser Mus­ku­la­tur. Grü­ße aus Ham­burg

  • Ein sehr belieb­tes The­ma. Mir hat es sehr gut getan, bin seit daher Schmer­zen frei. Mein gröss­tes Pro­blem war die rich­ti­ge Fas­zi­en­rol­le zu fin­den.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.