Oh, Du Schö­ne! Fünf Geheim­tipps für Ihren Urlaub in Meran

  • View of Merano village, Sud Tirol, Trentino Alto Adige, Italy

    Oh, Du Schö­ne! Fünf Geheim­tipps für Ihren Urlaub in Meran

    Im April 1920 weil­te Franz Kaf­ka in der Pen­si­on Otto­burg in Unter­mais in Meran, um sich von sei­ner Kehl­kopf­tu­ber­ku­lo­se zu erho­len. Er arbei­te­te an sei­nem Roman „Der Pro­cess“ und führ­te einen regen Brief­wech­sel mit sei­ner Freun­din Mile­na Jesen­s­ká. So schrieb er Anfang April an Sie: „Merk­wür­dig ist die Vege­ta­ti­on hier, bei einem Wet­ter, bei dem in Prag fast die Pfüt­zen gefrie­ren, öff­nen sich vor mei­nem Bal­kon lang­sam die Blü­ten (…) Ich wür­de Ihnen Meran so sehr gön­nen.“

    Fünf Tipps für Ihren Urlaub in Meran

    Das mil­de Kli­ma, die gut Luft und die üppi­ge medi­ter­ra­ne Vege­ta­ti­on mach­te Meran bereits vor der Jahr­hun­dert­wen­de zur belieb­ten Kur­stadt. Adel und Bür­ger­tum aus ganz Euro­pa erhol­te sich in der klei­nen Stadt von sei­nen Gebre­chen. Urlaub in Meran war damals en vogue – und ist es noch heu­te, wie die vie­len begeis­ter­ten Gäs­te in unse­rem Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof bewei­sen. Im Fol­gen­den haben wird eini­ge Geheim­tipps für einen Auf­ent­halt in Meran und Umge­bung zusam­men­ge­tra­gen. Aber Psst! – nicht wei­ter­sa­gen!

    1. Spa­zier­gang auf dem Evan­ge­li­scher Fried­hof in Meran
    Von der Inter­na­tio­na­li­tät der Stadt in den Jah­ren um 1900 zeugt noch heu­te der Evan­ge­li­sche Fried­hof in Meran, der sich in der Mar­lin­ger Stra­ße befin­det. Er liegt etwas ver­steckt am Pas­serdamm, ein Besuch lohnt sich jedoch alle­mal. Im Schat­ten ehr­wür­di­ger Bäu­me lie­gen hier eini­ge Grö­ßen euro­päi­scher Geis­tes­ge­schich­te begra­ben, etwa Fritz von Herz­ma­novs­ky-Orlan­do. Ihr Kur­auf­ent­halt brach­te nicht die erhoff­te Lin­de­rung. Heu­te las­sen sich auf dem Evan­ge­li­schen Fried­hof auch Katho­li­ken beer­di­gen – beson­ders Künst­ler und Frei­den­ker. Der gepfleg­te Fried­hof selbst gleicht eher einem Park und ist ein wun­der­ba­rer Ort, um sich vom Rum­mel der Stadt zu erho­len.
    Lite­ra­tur-Tipp: „Auch Stei­ne kön­nen reden. Geschich­te und Geschich­ten zu aus­ge­wähl­ten Grab­stät­ten auf dem Evan­ge­li­schen Fried­hof in Meran.“

    2. Wan­de­rung zur Wur­zer Alm
    Die Wur­zer­alm ist sicher­lich eines der schöns­ten Aus­flugs­zie­le für Fami­li­en in Meran und Umge­bung. Der Weg zur Alm ist breit und ein­fach, das Essen auf der Alm gut und zudem bevöl­kern aller­hand Tie­re – vom Minischwein bis hin zum Pfau – die Alm. Die Alm liegt ober­halb von Haf­ling auf 1.707 m und ist vom Park­platz in Haf­ling aus über die Wan­der­we­ge 2 A oder 2 in etwa zwei Stun­den erreich­bar.

    3. Schwim­men im Kalm­tal
    Im Hoch­som­mer kön­nen Meran und Umge­bung zum Back­ofen wer­den. Das Ther­mo­me­ter klet­tert im Juli und August gern mal auf 35 °C. Die Ein­hei­mi­schen flüch­ten dann aus der Stadt – ent­we­der auf einen nahe­ge­le­ge­nen Berg­gip­fel oder zum Schwim­men ins Kalm­tal. Das Kalm­tal ist ein klei­nes, enges Sei­ten­tal des Pas­sei­er­tals, durch das der Kalm­bach fließt. Das eis­kal­te, kris­tall­kla­re Was­ser sam­melt sich in Stein­be­cken, die zum Plant­schen ein­la­den.
    Und so kom­men Sie hin: Von Meran aus fah­ren Sie in Rich­tung Pas­sei­er­tal, vor­bei an der Ort­schaft Salt­aus. Etwa zwei Kilo­me­ter nach Salt­aus zweigt zu Ihrer Lin­ken eine Berg­stra­ße ab. Fol­gen Sie der Berg­stra­ße für ca. 15 Minu­ten, ganz zum Schluss bedeckt nur mehr Schot­ter den Weg. Bei einem alten, ver­las­se­nen Hof kön­nen Sie Ihr Auto ste­hen las­sen. Wei­ter geht es auf dem Weg neben dem ver­fal­le­nen Hof, der erst Wie­sen quert, dann durch einen Wald führt. Ori­en­tie­ren Sie sich am Rau­schen des Bachs. Ach­tung: Die­ser Aus­flug ist nur etwas für Aben­teu­rer (mit etwas grö­ße­ren Kin­dern)!

    4. Zeit­ge­nös­si­sche Kunst in der Mera­ner Alt­stadt
    Wer Urlaub in Meran macht, muss auf Groß­stadt­flair nicht unbe­dingt ver­zich­ten und kann durch­aus eine leben­di­ge Kunst- und Design­sze­ne ent­de­cken. In einem ehe­ma­li­gen Lau­ben­haus im Zen­trum von Meran ist die Gale­rie „Kunst Meran“ unter­ge­bracht. Das gan­ze Jahr über wer­den span­nen­de Aus­stel­lun­gen gezeigt – von der bil­den­den Kunst über Archi­tek­tur bis hin zur Foto­gra­fie. Die Aus­stel­lun­gen kön­nen in Work­shops und bei Füh­run­gen ver­tieft wer­den.
    Nicht weit von Kunst Meran ent­fernt, in der Lau­ben­gas­se 75, liegt die ES gal­le­ry Meran/o. Der expe­ri­men­tel­le Kunst­raum für jun­ge Talen­te ist in Meran und Umge­bung der wohl ein­zi­ge sei­ner Art.

    5. Ape­ri­tif trin­ken in Meran und Umge­bung: Chiosco Pul­ver­Sturm
    Es gibt sie, die­se Orte, wo die Welt der Ein­hei­mi­schen auf die Welt der Urlau­ber trifft. Der Chiosco/Kiosk Pul­ver­Sturm ist so ein Ort. Er liegt am Beginn (oder am Ende, wie man’s sieht) des bekann­tes­ten Spa­zier­weg Merans, dem Tap­p­ei­ner­weg, gleich neben dem weit­um sicht­ba­ren Pul­ver­turm. Die Hexen­kü­che ist meist den gan­zen Tag über geöff­net. Lecke­re Bur­ger gibt’s das gan­ze Jahr über, und zusätz­lich tischen die Besit­ze­rin­nen je nach Sai­son Spe­zia­li­tä­ten auf, etwa Kas­ta­ni­en im Herbst. Abends, meist am Wochen­en­de, spie­len hier hei­mi­sche Musi­ker auf. Also, wer gera­de sei­nen Urlaub in Meran ver­bringt und am Frei­tag­abend nicht weiß, wo er sei­nen Ape­ri­tif trin­ken soll: That’s the place to be!

    Bild­quel­le © alex­an­der­kon­sta – stock.adobe.com

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