Ein Hotel­chef kämpft mit dem Win­ter­speck

  • DolceVita Resort Lindenhof Rennradwoche

    Ein Hotel­chef kämpft mit dem Win­ter­speck

     

    Inter­vall­fas­ten vor der Renn­rad­wo­che: Wie Joa­chim Nisch­ler wie­der fit wer­den will.

    Wie jeden Mor­gen sitzt Joa­chim Nisch­ler an der Bar des Dol­ce­Vi­ta Resorts Lin­den­hof. Nur eines ist anders als sonst: Der Hotel­chef gönnt sich heu­te bei sei­nem Früh­stück ledig­lich ein Crois­sant zu der Tas­se Kaf­fee. Und das, obwohl er seit ges­tern Mit­tag kei­ne Mahl­zeit mehr zu sich genom­men hat. „Der Win­ter hat lei­der auch bei mir sei­ne Spu­ren hin­ter­las­sen“, sagt er und strei­chelt die Kilos, die er zuge­nom­men hat. Der 49-Jäh­ri­ge fühlt sich nicht fit – und das vor der anste­hen­den Renn­rad­sai­son. „Bald haben wir die Renn­rad­wo­che in Naturns und außer­dem will ich heu­er wie­der öfters die Stilfser Joch-Wet­te* gewin­nen“, sagt Joa­chim – und setzt des­halb auch schon sei­nen kon­kre­ten Plan um: Inter­vall­fas­ten.

    Um zusätz­lich zum wie­der auf­ge­nom­me­nen Trai­ning ein paar Kilo abzu­neh­men, ver­zich­tet der Lin­den­hof-Chef zwei bis drei Mal pro Woche auf das Essen nach 16 Uhr – und lässt das Abend­essen aus. „Din­ner can­cel­ling“ wird die­se Metho­de des Inter­vall­fas­tens genannt. Kalo­ri­en­freie Geträn­ke wie Was­ser und  nicht gesüß­ter Tee sind wäh­rend die­ser Zeit erlaubt. „Ich habe gele­sen, dass Tag und Nacht den Stoff­wech­sel bestim­men und dass das Essen mor­gens einen gerin­ge­ren Anstieg des Blut­zu­cker­spie­gels bewirkt als das glei­che Essen abends. Aus­ser­dem funk­tio­niert die Fett­ver­bren­nung haupt­säch­lich nachts. Den bes­ten Effekt erzielt man, wenn zwi­schen der letz­ten Mahl­zeit des Tages und dem Früh­stück mög­lichst vie­le Stun­den lie­gen“, erklärt er.

    Beson­ders ange­tan ist der Genuss­mensch von die­ser Metho­de des Fas­tens, weil sie nur einen klei­nen Ein­schnitt in sei­ne Gewohn­hei­ten bedeu­tet. „Wie soll ich denn sonst mei­ne über­schüs­si­gen Pfun­de los­wer­den? Ich ess’ doch so gern!“ seufzt er.

    Joachim ist ein Genießer

    Joa­chim ist ein Genie­ßer

    Es gibt ver­schie­de­ne all­tags­taug­li­che Mög­lich­kei­ten des Inter­vall­fas­tens:

    1.) 8 Stun­den essen – 16 Stun­den fas­ten:
    Die­ses Kon­zept kommt aus der For­schung und bedeu­tet, dass man inner­halb von 24 Stun­den an acht Stun­den essen darf und in den rest­li­chen 16 Stun­den nicht. Wäh­rend der acht Stun­den darf man im Prin­zip essen, was man möch­te, soll­te aber auf gesun­de, nähr­stoff­rei­che Kost ach­ten. Emp­foh­len ist vor allem pflanz­li­che Kost, da sie basen­bil­dend ist und dem Kör­per beim Abbau uner­wünsch­ter Pro­duk­te hilft. Wich­tig: zwi­schen den Mahl­zei­ten nicht sna­cken und genü­gend Was­ser oder nicht gesüß­ten Tee trin­ken! Das unter­stützt die Fett­ver­bren­nung und Zell­re­ge­ne­ra­ti­on. Das idea­le Essens­fens­ter liegt zwi­schen 12 Uhr und 20 Uhr.

    2.) 1 Tag essen – 1 Tag fas­ten:
    Dies ist die effek­tivs­te Form des Fas­tens und wird auch ‚alter­nie­ren­des Fas­ten‘ genannt. Es wur­de vom öster­rei­chi­schen Kaba­ret­tis­ten und Psy­cho­lo­gen Bern­hard Lud­wig erfun­den, der auf die­se Wei­se über 20 Kilo abge­nom­men hat. Die Nah­rungs­auf­nah­me am Ess­tag fin­det nor­ma­ler­wei­se über einen Zeit­raum von zwölf Stun­den statt. Auch hier sind eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung und viel kalo­ri­en­ar­me Flüs­sig­keit essen­zi­ell. Die­se Art des Fas­tens kann über einen län­ge­ren Zeit­raum prak­ti­ziert wer­den.

    3.) 5 Tage essen – 2 Tage fas­ten:
    Bei die­ser bekann­ten Diät­me­tho­de der bri­ti­schen Ernäh­rungs­ex­per­tin Michel­le Har­ris darf man an fünf Tagen essen, wor­auf man Lust hat und an zwei Tagen ist eine gerin­ge Nah­rungs­men­ge (Frau­en ca. 500 kcal/ Män­ner ca. 600 kcal) in Form von Gemü­se, Früch­ten oder Sup­pe erlaubt. Die Fas­ten­ta­ge soll­ten nicht auf­ein­an­der­fol­gen. Auch hier ist wich­tig: genü­gend Was­ser und nicht gesüß­ten Tee trin­ken. Ide­al ist die­se Fas­ten­me­tho­de für Men­schen, die eine Diät nicht durch­hal­ten kön­nen, denen es aber leicht fällt, mal nichts zu essen. Beson­ders vor­teil­haft: Es gibt kei­ne Vor­ga­ben – man darf essen, was man möch­te, je gesün­der, des­to bes­ser natür­lich.

    Hotel­chef Joa­chim Nisch­ler wird in den nächs­ten Wochen mor­gens nicht mit sei­nen Kilos kämp­fen, son­dern mit sei­nem inne­ren Schwei­ne­hund… Denn das zwei­te Crois­sant lacht ihn jeden Mor­gen an. Doch er hat ein kla­res Ziel vor Augen: „Ich will diens­tags wie­der mit dem Renn­rad schnel­ler als mei­ne Gäs­te sein und nicht mehr so vie­le Gut­schei­ne ver­schen­ken müs­sen wie im ver­gan­ge­nen Jahr bei mei­ner Stilfser Joch-Wet­te“, sagt er. Und wo ein Wil­le ist, ist auch ein Weg. Weg vom Buf­fet. „Das Crois­sant muss rei­chen bis zum Mit­tag­essen.“

    Hier geht’s zur Stilfser Joch-Wet­te

     


3 Comments

  • Zum Glück sieht Joa­chim trotz­dem noch super aus 😁. Ansons­ten kann ich auch emp­feh­len, am Abend auf Koh­len­hy­dra­te zu ver­zich­ten. Das weiß Joa­chim aber sicher schon von Manu­el (Eckardt).

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