Renn­rad Sport für Hart­ge­sot­te­ne: Drei Renn­rad­tou­ren in Süd­ti­rol mit Biss

  • Rennrad Sport in Südtirol

    Renn­rad Sport für Hart­ge­sot­te­ne: Drei Renn­rad­tou­ren in Süd­ti­rol mit Biss

    Süd­ti­rol ist wahr­lich ein Para­dies für Rad­fah­rer aller Art. Fami­li­en und gemüt­li­che E-Biker kön­nen sich auf diver­sen gut befes­tig­ten Rad­we­gen und ein­fa­chen Rund­fahr­ten ver­gnü­gen, Moun­tain­bi­ker fin­den Trails jeder Schwie­rig­keit und Län­ge zum Aus­to­ben, Renn­rad­fah­rer kön­nen zum Bei­spiel auf dem Via Clau­dia Augus­ta Rad­weg von Reschen bis nach Bozen (und bis ins Tren­ti­no und noch wei­ter) rol­len. Die gan­zen Ange­bo­te für Biker und sol­che die es wer­den wol­len aus­zu­nut­zen wür­de wahr­schein­lich ein hal­bes Leben erfor­dern, was vie­le wie­der­keh­ren­de Gäs­te schein­bar auf bes­tem Wege sind zu bewei­sen. 

     

    Knall­har­ter Renn­rad-Sport: For­dern­de Tou­ren von Pro­fis für Pro­fis

    Doch was tun, falls das nicht genug ist? So wie es bei den Moun­tain­bi­kern sol­che Fah­rer gibt, denen ein Trail nicht schwer genug sein kann, die vor Freu­de lachen wenn ihnen zum fünf­zehn­ten Mal in einer bru­ta­len Kur­ve das Hin­ter­rad aus­bricht und sie spek­ta­ku­lär vom Bike fal­len, so gibt es auch unter den Renn­rad­fah­ren sol­che, die sich oft und ger­ne quä­len. Gemüt­li­ches Dahin­fah­ren durch den Vinsch­gau oder Umrun­den diver­ser Seen ist zwar wun­der­schön anzu­se­hen, aber nicht mehr erfül­lend. Die Ober­schen­kel müs­sen mit den Lun­gen um die Wet­te bren­nen oder der Tag auf dem Road­bike war für die Katz. Für die­se hart­ge­sot­te­nen Renn­rad­ler haben wir vom Bike-Hotel Lin­den­hof in Naturns heu­te drei Run­den zusam­men­ge­stellt, die die Sucht recht effek­tiv befrie­di­gen dürf­ten. Schließ­lich wis­sen wir, wovon wir reden, denn Hotel­chef Joa­chim Nisch­ler ist mit sei­nen 500 Fahr­ten aufs Stilfser Joch kein Unbe­kann­ter im Renn­rad-Sport.

    War­nung: Die­se Tou­ren sind zwi­schen 60 und 150 km lang und brin­gen ins­ge­samt zwi­schen 1800 und 4800(!) absol­vier­te Höhen­me­ter mit sich. Wenn Sie sich nicht sicher sind, die Anstren­gung durch­zu­hal­ten, trai­nie­ren Sie noch ein wenig. Allen ande­ren wün­schen wir viel Spaß (soweit Spaß hier noch das rich­ti­ge Wort ist 😉)! 

     

    Kna­cki­ger Auf­stieg mit fabel­haf­ter Aus­sicht: Die Keschtnstra­ße 

    Das Gebiet des bekann­ten Kescht­nwe­ges (dt. Kas­ta­ni­en­weg) über dem Eisack­tal dürf­te so eini­gen, die ihren Urlaub in Süd­ti­rol ver­brin­gen, nicht unbe­kannt sein. Dass die­se teils engen und spär­lich befah­re­nen Stra­ßen und Wege auch ein vor­züg­li­ches Renn­radre­vier für Fans von har­ten Auf­stie­gen dar­stel­len, eröff­net sich viel­leicht erst auf den zwei­ten Blick. Apro­pos Blick: Die Aus­sicht auf die tol­le Land­schaft heilt sicher so man­che Schmer­zen, die die Fahrt davor zuge­fügt hat. Zudem wer­den die vie­len Auf­stie­ge regel­mä­ßig von sanf­ten Abfahr­ten abge­löst, bei denen Sie ein wenig ent­span­nen kön­nen.

    Rou­te:

    Die­se Renn­rad-Tour in Süd­ti­rol star­tet in Bozen, das Sie von unse­rem Lin­den­hof Life­style Dol­ce­Vi­ta Resort bequem mit dem Zug errei­chen (zuerst nach Meran und dann umstei­gen Rich­tung Bozen/Brenner). Den Eisack­tal­rad­weg ent­lang bis nach Bri­xen kön­nen Sie sich auf die kom­men­den Stra­pa­zen ein­stim­men und Ihre Bei­ne auf­wär­men. Bei Bri­xen ver­las­sen Sie den Rad­weg, fah­ren Rich­tung Bahn­hof und von dort über eine noch recht sanf­te Stei­gung Rich­tung Feld­thurns. Durch das Dorf und nun schon merk­lich stei­ler wei­ter nach Latz­fons (1160m). Dem Stra­ßen­ver­lauf wei­ter ent­lang und durch das Tin­ne­tal gemüt­lich hin­un­ter nach Klau­sen (525m). Bie­gen Sie nach rechts ab und auf der Haupt­stra­ße noch­mal rechts, bevor sie nach 100 Metern links in die Stra­ße nach Vil­lan­ders ein­bie­gen. Eine Unzahl von Ser­pen­ti­nen lässt Sie schnell wie­der Höhe gewin­nen und um Atem rin­gen, wäh­rend Sie Vil­lan­ders durch­fah­ren und wei­ter auf­wärts Rich­tung Barbian/Dreikirchen stram­peln. Eine kur­ze Rast ist mög­lich, bevor es wie­der sanft abwärts nach Bar­bi­an geht. Pas­sie­ren Sie das Dorf und fah­ren durch Sau­bach immer wei­ter der Stra­ße ent­lang. Der engen, wenig bis gar nicht von Autos und ande­ren Rad­lern fre­quen­tier­ten Stra­ße fol­gen Sie wei­ter ziem­lich steil nach Leng­stein. Über Leng­moos gelan­gen Sie schließ­lich nach Klo­ben­stein (1154m) und von dort end­lich nur mehr ent­span­nend abwärts zum Aus­gangs­punkt in Bozen, wo Sie mit dem Zug wie­der ins Hotel nach Naturns fah­ren und sich in unse­rer Well­ness­welt ent­span­nen kön­nen.

    Dau­er: ca. 5:00 h

    Stre­cke: 106 km

    Höhen­me­ter: 2120 hm

    Max. Höhe: 1204 m

     

    48 unver­gess­li­che Keh­ren aufs Stilfs­er­joch – plus Abste­cher in die Schweiz

    Kei­ne Lis­te von Renn­rad-Tou­ren in Süd­ti­rol wäre kom­plett ohne das schon ein­gangs erwähn­te Stilfser Joch. Es gibt so eini­ge Päs­se, die man als Renn­rad­ler im Leben gefah­ren haben muss, und die „Köni­gin der Renn­rad­päs­se“ zwi­schen Süd­ti­rol und der Schweiz gehört ein­deu­tig dazu. Doch anstatt nur hin­auf­zu­schnau­fen und den Blick über die Glet­scher­fel­der des Ort­lers strei­fen zu las­sen, führt die­se Tour noch wei­ter über den eben­so legen­dä­ren Umbrail­pass in die Schweiz und belohnt mit einer­seits noch mehr Aus­powern, ande­rer­seits mit grü­ner Natur und urig-rus­ti­ka­len Dorf­durch­fahr­ten im Val Müst­a­ir (Müns­ter­tal).

    Rou­te:

    Mit dem Zug (oder auf dem Vinsch­gau Rad­weg) bis nach Spon­di­nig und abbie­gen nach Prad. Auf der Haupt­stra­ße wei­ter bis zur Pass­hö­he Stilfser Joch, über die sage und schrei­be 48 num­me­rier­ten Keh­ren und ins­ge­samt 25 Kilo­me­ter. Kurz die Aus­sicht genie­ßen und wei­ter bis zur Kreu­zung nach drei Kilo­me­tern, an der man rechts zum Umbrail­pass abbiegt. Die­ser wird eben­so erklom­men, um dann nach San­ta Maria im Müns­ter­tal zu rol­len. Durch Tau­fers und wei­ter auf der asphal­tier­ten Stra­ße am Ram­bach ent­lang geht es zurück in den Vinsch­gau bis vor das Stadt­tor von Glurns. Dort bie­gen Sie nach rechts auf die Pro­vinz­stra­ße SP 50 zurück nach Prad, wo sie ent­we­der nach Spon­di­nig zum Zug oder auf dem Vinsch­gau Rad­weg zurück nach Naturns sau­sen..

    Tipp: 37 Kilo­me­ter und knapp 1900 Tie­fen­me­ter durch das Müns­ter­tal zurück in den Vinsch­gau las­sen die Bei­ne ras­ten und beloh­nen mit fabel­haf­ter Aus­sicht auf natur­be­las­se­ne Land­schaft. Das hohe Ver­kehrs­auf­kom­men von eben­so pass­be­geis­ter­ten Auto- und Motor­rad­fah­rern auf dem Stilfser Joch kann die Tour ver­kom­pli­zie­ren, also bes­ser früh star­ten und die Tour nicht am Wochen­en­de fah­ren!

    Dau­er: 5:00 h

    Stre­cke: 61.9 km (bei An- und Rück­fahrt mit dem Zug)

    Höhen­me­ter: 1860 hm

    Max. Höhe: 2765 m

     


    Im Renn­rad-Urlaub auf Pass­jagd: Jau­fen­pass und Pen­ser Joch in einer Run­de

    Die­se Tour über zwei der berühm­tes­ten Päs­se zwi­schen Meran und Ster­zing ist ein Him­mel­fahrts­kom­man­do für Untrai­nier­te, sowohl von der Gesamt­di­stanz wie auch der Län­gen der Anstie­ge her. Auch als gut vor­be­rei­te­ter Road­bike-Fan kann man es betrach­ten und dre­hen wie man will, ein durch­ge­hen­der Kraft­akt von rund 40 Kilo­me­tern am Stück und meh­re­re kür­ze­re, aber eben­so gna­den­lo­se blei­ben dem wage­mu­ti­gen Renn­rad­ler nicht erspart. 

    Hin­weis: Hier ist die Tour im Uhr­zei­ger­sinn beschrie­ben, sie ist auch gegen den Uhr­zei­ger­sinn rela­tiv gut fahr­bar. Auch wird der Start in Ter­lan ange­setzt; die Rou­te ist zwar pro­blem­los von Meran aus absol­vier­bar, dann blei­ben jedoch weni­ger Kilo­me­ter zum Warm­fah­ren für den Jau­fen­pass, was nicht emp­foh­len wird.

    Rou­te:

    Mit dem Zug bis nach Ter­lan. Vom dor­ti­gen Bahn­hof in Rich­tung Meran und der Beschil­de­rung Rich­tung Pas­sei­er­tal fol­gend kräf­tig warm­fah­ren, bevor es durch das Pas­sei­er­tal und ste­tig anstei­gend Rich­tung Jau­fen­pass geht. In St. Leon­hard begin­nen die vie­len unbarm­her­zi­gen Keh­ren und las­sen die Zeit bis zum ersehn­ten Schild „Jau­fen­pass“ dop­pelt so lan­ge erschei­nen. Am ers­ten Höhe­punkt der Rou­te, dem Jau­fen­pass, hat man sich auf über 38 km fast 1900 Höhen­me­ter gegönnt und darf sich dem­entspre­chend auf die Schul­ter klop­fen. 17 km lang war­tet nun eine recht zügi­ge Abfahrt nach Ster­zing, wo schon der zwei­te lan­ge Anstieg aufs Pen­ser Joch beginnt. Noch­mals 15 km und 1300 Höhen­me­ter spä­ter folgt der zwei­te Erfolg des Tages, die (hof­fent­lich) geglück­te Bezwin­gung des Pen­ser Jochs. Nun war­tet, sehn­süch­tig erwar­tet, ein ewig erschei­nen­des und drin­gend benö­tig­tes Aus­rol­len durch das gesam­te Sarn­tal bis nach Bozen. Dort bie­gen Sie rechts in die Fagen­stra­ße und durch­que­ren den Orts­teil Gries, nach dem Grie­ser Platz hal­ten Sie sich rechts und am Kran­ken­haus vor­bei fah­ren Sie auf der Mera­ner Stra­ße, die zum Start nach Ter­lan zurück­führt. 

    Tipp: Da man teil­wei­se auf über 2200 Meter Höhe unter­wegs ist, ent­we­der ent­spre­chend aus­rüs­ten (sie­he dazu unse­re Renn­rad Tipps für Herbst und Win­ter) oder die­se Päs­se­run­de im Spät­som­mer oder Früh­herbst in Angriff neh­men. 

    Dau­er: 7–9 h

    Stre­cke: 146 km (ab/bis Ter­lan)

    Höhen­me­ter: 4880 hm

    Max. Höhe: 2216 m

     

    Nach dem Renn­rad-Sport dem Kör­per Gutes tun

    Egal ob Sie sich stun­den­lang über Päs­se gequält oder nur eine gemüt­li­che Run­de durch Naturns gemacht haben, Ihre Mus­keln wer­den es Ihnen dan­ken, wenn Sie Ihnen danach einen Besuch in unse­rer Well­ness­welt gön­nen. Sie­ben Sau­nen, meh­re­re Pools und die vie­len Behand­lun­gen von geschul­ten Hän­den in unse­rem ARTS­pa sind nach jeder sport­li­chen Betä­ti­gung eine Wohl­tat für Kör­per und Geist!

     

    Bild­quel­le © las­se­de­si­gnen – stock.adobe.com

    Vie­le wei­te­re Tou­ren


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