Das gelob­te Land – Süd­ti­ro­ler Koch­kunst im Lin­den­hof

  • Gourmet Lindenhof Naturns

    Das gelob­te Land – Süd­ti­ro­ler Koch­kunst im Lin­den­hof

    „Bei aller Krea­ti­vi­tät haben wir hier nicht ver­ges­sen, dass es um den rei­nen Geschmack geht”, sagt der Lin­den­hof-Chef­koch, der in sei­ner Küche schon vie­le Talen­te aus­ge­bil­det hat.

    Die Süd­ti­ro­ler haben reagiert, wie Süd­ti­ro­ler reagie­ren: gelas­sen. Im Gra­de der höchs­ten Erre­gung hat der Chef­koch des Dol­ce­Vi­ta Resorts Lin­den­hof viel­leicht ein­mal leicht mit den Schul­tern gezuckt. „Der muss es ja wis­sen”, hat Andi Pir­cher gesagt. Und gelä­chelt. Hash­tag des Süd­ti­ro­ler Köche­ver­bands Rich­tung Schweiz: Duun­sauch…

    Was war gesche­hen? Der Schwei­zer Gault-Mil­lau- Chef hat dem Tages-Anzei­ger ein Inter­view gege­ben. „Mit gutem Mar­ke­ting”, hat Urs Hel­ler gesagt, „kann man viel errei­chen. Den­ken Sie an Regio­nen mit schlech­ten Köchen – wie etwa in Süd­ti­rol. Es gilt bei Gour­mets trotz­dem als gelob­tes Land.”

    Viel­leicht woll­te Hel­ler nur die Mar­ke­ting­ex­per­ten in sei­nem Land wach­rüt­teln. Viel­leicht war er auch nei­disch auf die Domi­nanz, die die Köche auf der ande­ren Sei­te der Gren­ze der­zeit aus­üben. 85 Loka­le in Süd­ti­rol jeden­falls haben einen oder meh­re­re Hau­ben des Gault-Mil­lau, den Hel­ler selbst in der Schweiz ver­tritt. 23 Köche dür­fen sich mit einem Miche­lin- Stern oder meh­re­ren Ster­nen schmü­cken, und Nor­bert Nie­der­ko­f­ler (Huber­tus-Restau­rant in St. Kas­si­an) ist gar mit drei Ster­nen aus­ge­zeich­net wor­den. „Vor 20 Jah­ren hät­ten wir davon nicht ein­mal zu träu­men gewagt”, sagt Rein­hard Ste­ger, der Prä­si­dent des Süd­ti­ro­ler Köche­ver­bands, durch des­sen Schu­le die meis­ten Koch­künst­ler der Regi­on gegan­gen sind. „Gera­de die vie­len jun­gen Köche zei­gen der­zeit, wel­che Dimen­si­on die Gas­tro­no­mie für Süd­ti­rol hat.”Gourmet Lindenhof Naturns

    Tat­säch­lich locken nicht nur die hohen Ber­ge Urlaubs­gäs­te aus der Schweiz, Öster­reich, Deutsch­land und Ita­li­en in Wan­der- und Fahr­rad­ge­bie­te wie Naturns. Unter­su­chun­gen der deut­schen „Rei­se­Ana­ly­se” haben gezeigt, dass Süd­ti­rol eng mit „Essens­ku­li­na­rik” ver­bun­den wird. Wie wert­voll das ist, zeigt eine wei­te­re Fra­ge nach den Attrak­ti­vi­tä­ten in den Feri­en: „Lan­des­ty­pi­sche Spe­zia­li­tä­ten essen” steht dabei schon an zwei­ter Stel­le. „Ich bin froh, dass wir mit unse­ren Köchen den Ruf des Tou­ris­mus- und Genuss­lan­des immer mehr stär­ken”, sagt auch der Lan­des­haupt­mann Arno Kom­pat­scher.

    „Vie­le Men­schen haben das Essen ver­lernt. Sie kön­nen nur noch schlu­cken.”

    Paul Bocu­se, Meis­ter­koch

    Der gute Ruf der Süd­ti­ro­ler Küche sorgt auch dafür, dass sich jun­ge Men­schen – trotz kei­nes­falls opti­ma­len Arbeits­zei­ten – für den Beruf ent­schei­den, wohl wis­send, dass inzwi­schen sogar die Urlaubs­ho­tels bei der Voll­pen­si­on viel Wert auf exklu­si­ves Essen legen. Im Lin­den­hof zum Bei­spiel wird schon seit Jah­ren täg­lich ein sechs­gän­gi­ges Gour­met­me­nü ser­viert. „Das beson­de­re Essen wird immer wie­der von den Gäs­ten als wich­ti­ges Kri­te­ri­um für ihre Buchung ange­führt”, sagt der Hotel­chef Joa­chim Nisch­ler, der den Auf­stieg der Gas­tro­no­mie auch geschicht­lich begrün­det sieht. Süd­ti­rol hat viel von Ita­li­en ange­nom­men – und trotz­dem die eige­nen Spe­zia­li­tä­ten erhal­ten. „Die Küche Süd­ti­rols führt das Bes­te aus Nord und Süd zusam­men”, schreibt auch das Fal­staff-Maga­zin, ein Rat­ge­ber für Genuss und Wein.

    „Köche machen kei­ne Feh­ler. Sie erfin­den neue Rezep­te.”
    Eliza­beth Briggs, Best­sel­ler-Auto­rin

    Ita­lie­ni­sche Küche und Süd­ti­ro­ler Küche haben den Chef­koch des Lin­den­hofs geprägt. „Wir sind damit auf­ge­wach­sen”, sagt Andi Pir­cher, der auch noch ande­re Grün­de für den Erfolg der Süd­ti­ro­ler Köche sieht. Er spricht von der Men­ta­li­tät, die eine ande­re ist als anders­wo („Vie­le jun­ge Men­schen wol­len hier was errei­chen. Und sie sehen gera­de in die­sem Beruf ihre Chan­ce”), und er glaubt, dass das Leben mit der Natur in einem Kind die Sin­nes­or­ga­ne anders weckt als in einem, das in der Stadt groß gewor­den ist. „Wir ken- nen die Kräu­ter, wir rie­chen sie. Wir spü­ren, was frisch ist und was nicht.” Die Lie­be zu fri­schen und gesun­den Zuta­ten sei das, was die Küche im Lin­den­hof aus­zeich­net. „Bei aller Krea­ti­vi­tät haben wir nicht ver­ges­sen, dass es letzt­end­lich um den rei­nen Geschmack geht”, sagt der 43-Jäh­ri­ge, der seit zwan­zig Jah­ren bei Joa­chim Nisch­ler kocht. Und der sei­nen Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen immer wie­der „die Reduk­ti­on auf das Wesent­li­che” lehrt.

    Viel­leicht soll­te Urs Hel­ler mal in den Lin­den­hof kom­men.

    “Urs wer?”, fragt Andi Pir­cher.

    Lin­den­hof-Men­übei­spiel

    ———————————

    Der Gour­metherbst im Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof vom 19.10.2019 – 24.11.2019

    Ver­an­stal­tungs­pro­gramm
    Mon­tags:
    Abend­ver­kos­tung: 
    Süd­ti­rols Wein­bau­ern sind bekannt als Quer­köp­fe, die mutig neue und krea­ti­ve Wege ein­schlu­gen und somit eines der bes­ten Anbau­ge­bie­te Ita­li­ens auf­bau­ten. Im Zuge der Ries­ling­ta­ge stel­len eini­ge der bekann­tes­ten und renom­mier­tes­ten Win­zer und Kel­ler­meis­ter ihre Betrie­be und Wein­kol­lek­tio­nen im Win­ter­gar­ten vom Berg­gast­hof Unter­stell vor – gran­dio­se Aus­bli­cke auf das nächt­li­che Naturns inklu­si­ve! Um die Aben­de abzu­run­den, konn­ten pro­fes­sio­nel­le Süd­ti­ro­ler Musi­ker gewon­nen wer­den , die die Ver­kos­tung musi­ka­lisch unter­ma­len wer­den.

    Diens­tags:
    Ries­ling-Gala­din­ner: Aus­schließ­lich wäh­rend der Ries­ling­ta­ge haben Gäs­te und Ein­hei­mi­sche die Mög­lich­keit die soge­nann­ten Ries­ling­din­ners zu genie­ßen. Jeden Diens­tag bie­tet ein Ries­ling-Part­ner­be­trieb in Zusam­men­ar­beit mit dem jewei­li­gen Chef­koch ein exqui­si­tes Ries­ling­me­nü an, das wahl­wei­se von den pas­sen­den Wei­nen beglei­tet wird.

    Mitt­wochs:
    Wein­rei­sen: Die Wein­re­gi­on Vinsch­gau ist zwar noch ein Geheim­tipp, eta­bliert sich bei den Wein­ken­nern aber immer mehr. Kli­ma­ti­sche Beson­der­hei­ten, die krea­ti­ven Quer­den­ker und die stei­len Hang­la­gen machen aus dem unte­ren Vinsch­gau ein Anbau­ge­biet mit eige­nem Cha­rak­ter und authen­ti­schen Wei­nen. Bei der Wein­rei­se haben Sie die Mög­lich­keit ver­schie­de­ne Vinsch­ger Wein­gü­ter und die Men­schen dahin­ter ken­nen­zu­ler­nen.

    Don­ners­tags:
    Berg­wein­bau in Naturns: Jeden Don­ners­tag öff­nen die loka­len Wein­gü­ter Fal­ken­stein und Unter­ortl ihre Tore und bie­ten einen Blick hin­ter die Kulis­sen. Neben der Ver­kos­tung ver­schie­de­ner Wei­ne, erfährt man Wis­sens­wer­tes über den anspruchs­vol­len Berg­wein­bau, Ter­ro­ir, Anbau und Wein­aus­bau.

    Frei­tags:
    Wein­ver­kos­tun­gen: 
    Was ist eigent­lich Wein, wie wird er her­ge­stellt – und vor allem: Wie kann man ihn am bes­ten genie­ßen? Die Chefs und Som­me­liers der Hotels in Naturns sind alle­samt Wein­lieb­ha­ber und – ken­ner und laden in die haus­ei­ge­nen Wein­kel­ler. Neben Erklä­run­gen zum Wein­land Süd­ti­rol und der loka­len Sor­ten­viel­falt kommt die Pra­xis beim Ver­kos­ten selbst­ver­ständ­lich auch nicht zu kurz.

     

    Tweet about this on TwitterShare on Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.