Ein Mara­thon­läu­fer wird zum Renn­rad­fah­rer

  • Lindenhof Naturns

    Ein Mara­thon­läu­fer wird zum Renn­rad­fah­rer

    ….und blickt auf zwölf Jah­re Storck Renn­rad-Ope­ning Woche zurück.

    Man­fred Mozer rollt mit sei­nem Renn­rad am Haupt­ein­gang des Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof her­ein, stellt es ab, öff­net sei­nen Helm und kommt an die Rezep­ti­on. „Uiii bin i gschafft!“ stöhnt er im schwä­bi­schen Dia­lekt mit einem Grin­sen im Gesicht. Er kommt gera­de mit der Basic-Grup­pe von der Pan­ora­ma­tour Bozen zurück, hat 128km und 1.400hm mit dem Renn­rad zurück­ge­legt.

    Der 66-jäh­ri­ge aus Her­ren­berg bei Stutt­gart ist trotz sei­nes Alters noch top­fit und kann mit wesent­lich jün­ge­ren Teil­neh­mern mit­hal­ten. 30 sind es in die­sem Jahr allein in der Basic-Grup­pe, das ist die zwei­te von vier Leis­tungs­klas­sen. In der Power-Grup­pe fah­ren nur die Bes­ten mit Bike­gui­de und Ama­teur­sport­ler Fred­di Wallnöfer – gleich vie­le Kilo­me­ter und Höhen­me­ter, nur halt schnel­ler. „Die Zei­ten sind bei mir vor­bei – da lass’ i mi doch lie­ber ein Stück shut­teln bevor es nim­mer geht,“ sagt er.Lindenhof Naturns

    Man­fred Mozer war in jün­ge­ren Jah­ren akti­ver Läu­fer: 1993 lief er den Ber­lin Mara­thon, 1994 den New York Mara­thon, und sechs Mal nahm er am Ham­burg Mara­thon teil. 

    Schon damals hat er sich auf sei­ne Läu­fe mit dem Renn­rad vor­be­rei­tet. „Mein ers­tes Renn­rad habe ich 1998 gekauft. Das war von der damals bekann­ten Mar­ke ‚Klein‘ aus den USA wog zwi­schen acht und neun Kilo­gramm und hat­te einen Alu­rah­men. Car­bon-Rah­men gab es damals kei­ne,“ erin­nert sich der Sport­ler. 

    2007 hat er sei­ne Lauf­schu­he dann end­gül­tig gegen das Renn­rad ein­ge­tauscht und sich sein ers­tes Storck-Renn­rad gekauft. „Ich war auf der Euro­bike-Mes­se in Fried­richs­ha­fen und war sofort über­zeugt, doch mir war es anfangs zu teu­er. Weni­ge Mona­te spä­ter hab’ ich es dann doch gekauft. Die Mar­ke ‚Klein‘ wur­de inzwi­schen über­nom­men von der Mar­ke ‚Trek‘. Mein aller­ers­tes Renn­rad besit­ze ich aller­dings heu­te noch – es ist ein­fach ein tol­les Rad und war in den 90’er Jah­ren eines der Bes­ten auf dem Markt,“ erzählt er wei­ter.

    Nach Naturns kam er durch Bekann­te, die in Schen­na Urlaub gemacht haben und vom Lin­den­hof gehört hat­ten. Eigent­lich woll­te er nie mehr nach Süd­ti­rol kom­men, nach­dem sein Fami­li­en­ur­laub in Vil­lan­ders nicht sei­nen Vor­stel­lun­gen ent­spro­chen hat­te.

    Vor nun­mehr drei­zehn Jah­ren hat­te das heu­ti­ge Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof im Jän­ner geöff­net, und Man­fred Mozer woll­te sich hier auf den Ham­burg Mara­thon vor­be­rei­ten. Ein­mal ging er mit Hotel­chef Joa­chim Nisch­ler jog­gen, der ihm von der ers­ten geplan­ten Renn­rad­wo­che berich­tet hat. 

    „Im Lin­den­hof habe ich tat­säch­lich Süd­ti­rol ken­nen und lie­ben gelernt,“ sagt der Schwa­be lächelnd.

    „Mei­ne Freun­de und Bekann­ten den­ken ‚Der Mozer isch ver­rückt‘, weil ich jedes Jahr hier­her kom­me und mir den Luxus im Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof leis­te. Ich lie­be ein­fach die ent­spann­te Atmo­sphä­re und die tol­len Leu­te – und vor allem genie­ße ich den Män­ner­ur­laub.“
    Anfangs war sei­ne Frau auch mit dabei, doch weil Ende März – Anfang April noch kei­ne Wan­der­sai­son ist, blieb sie lie­ber Zu Hau­se.

    In den ers­ten Jah­ren gab es auch nur zwei Leis­tungs­klas­sen bei der Renn­rad-Ope­ning Woche und es waren viel weni­ger Teil­neh­mer. 

    „Das Fee­ling ist nach all den Jah­ren immer noch das­sel­be. Wir haben jeden Tag eine Men­ge Spass zusam­men. Die Woche im Früh­jahr soll­te eigent­lich zum Auf­bau­en sein, dabei fah­ren die einen ja kaputt!“ lacht er. „Die auf­fal­lends­te Ent­wick­lung haben die Gui­des gemacht: in den ers­ten Jah­ren haben sie nur die Stre­cken bis Bozen gut gekannt, mitt­ler­wei­le hat sich der Radi­us deut­lich erwei­tert.“ Die Teil­neh­mer­zahl hat sich im Lau­fe der Jah­re mehr als ver­dop­pelt. Über 90% sind ‚Wie­der­ho­lungs­tä­ter‘, für sie gehört die Storck Renn­rad-Ope­ning Woche zum fixen Ter­min im Kalen­der. 

    Eben­so ist die Päs­se­wo­che im Juli ein High­light. Hier gibt es zwei Leis­tungs­stu­fen: Cap­puc­ci­no und Espres­so. Sechs bekann­te Päs­se wer­den in die­ser Woche gefah­ren, dar­un­ter die Sel­la­ron­da, der Gam­pen­pass und natür­lich  Hotel­chef Joa­chim Nisch­lers Lieb­lings­stre­cke – das Stilfser Joch.

    Her­stel­ler Mar­kus Storck ist eben­falls jedes Jahr dabei und stellt zahl­rei­che Model­le, dar­un­ter das Aernario.2, das Aer­fast, das Durn­a­rio in allen Aus­füh­run­gen den Teil­neh­mern zum Tes­ten zur Ver­fü­gung. 

    Man­fred Mozer fährt inzwi­schen ein Renn­rad der Mar­ke ‚Trek‘ mit elek­tro­ni­scher Schal­tung. 

    „Des braucht eigent­lich kein Mensch,“ schmun­zelt er und bringt das wert­vol­le Teil in den alarm­ge­si­cher­ten Bike-Raum des Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof, wo es ver­sorgt und für den nächs­ten Tag vor­be­rei­tet wird.

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    Das Pro­gramm der Päs­se­wo­che vom 6.Juli bis 14. Juli 2019:Rennrad Lindenhof Naturns

    • SAMS­TAG – ANREI­SE UND BRIE­FING
    • SONN­TAG – MERA­NER TAL­KES­SEL TOU­REN
    • MON­TAG – TSCHÖG­GEL­BERG TOU­REN
    • DIENS­TAG – PAN­ORA­MA­TOU­REN BOZEN
    • MITT­WOCH – TRAI­NINGS­FREI
    • DON­NERS­TAG – ZU DEN SON­NEN­HÄN­GEN IM MAR­TELL­TAL
    • FREI­TAG – ZUM CAL­DO­NAZ­ZO­SEE
    • SAMS­TAG – RIT­TEN-SARN­TAL RUN­DE

     

    mehr Infos zur Päs­se­wo­che 2019


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