Geheim­tipps für den Urlaub in Süd­ti­rol – Aus­flugs­zie­le abseits der aus­ge­tre­te­nen Pfa­de

  • Grandiose Aussicht im Urlaub in Südtirol

    Geheim­tipps für den Urlaub in Süd­ti­rol – Aus­flugs­zie­le abseits der aus­ge­tre­te­nen Pfa­de

    So ein Urlaub in Süd­ti­rol lässt wirk­lich die Qual der Wahl, mit wel­chen Akti­vi­tä­ten man sich – mal abge­se­hen vom umfas­sen­den Well­ness­pro­gramm im Lin­den­hof Life­style Dol­ce­Vi­ta Resort – den Tag fül­len soll. Sport­ler fin­den hier unzäh­li­ge Wan­de­run­gen, MTB-Trails und Klet­ter­stre­cken; Fein­schme­cker eine erle­se­ne Aus­wahl an uri­gen und mon­dä­nen Orten zum Schlem­men und Genie­ßen; Kul­tur­in­ter­es­sier­te und Hob­by-His­to­ri­ker meh­re­re hun­dert Bur­gen, Klös­ter, anti­ke Fund­stät­ten und dazu pas­sen­de Ver­an­stal­tun­gen. Die Mess­ner Moun­tain Muse­en im gan­zen Land (eines davon übri­gens auf Schloss Juval ganz in der Nähe unse­res Hotels!) locken eben­so wie der fun­keln­de Zau­ber der Mera­ner Weih­nacht oder die von Naturns aus bequem zu errei­chen­den Ski­ge­bie­te der Ort­ler Ski­are­na.

    Doch auch abseits die­ser bekann­ten und berühm­ten Orte gibt es im Urlaub in Süd­ti­rol eini­ge inter­es­san­te und unge­wöhn­li­che Aus­flugs­zie­le zu ent­de­cken, die einen Besuch mehr als wert sind. Fünf die­ser Geheim­tipps haben wir Ihnen heu­te zusam­men­ge­stellt und laden Sie ein, die­se bei einem Besuch im Lin­den­hof Life­style Dol­ce­Vi­ta Resort zu ent­de­cken. Nicht wei­ter­sa­gen 🤫

    Berg­pan­ora­ma vom VIP-Platz aus genie­ßen: Knottnki­no

    Sie den­ken sich jetzt sicher “Ins Kino kann ich doch zuhau­se auch gehen?” und da haben Sie Recht. In dem Kino, das wir mei­nen, gibt es aber kei­ne herz­zer­rei­ßen­den Roman­zen und knall­har­ten Thril­ler, son­dern das unbe­rühr­te Natur­pan­ora­ma Süd­ti­rols und eine Aus­sicht, die den Atem raubt. Im Knottnki­no (Knott = Fels, Gestein) blickt man nicht auf eine Kino­lein­wand, son­dern lässt den Blick über das Mera­ner Land und die umlie­gen­den Berg­gip­fel samt Texel­grup­pe und Ötz­ta­ler Alpen bis hin zum Men­del­kamm schwei­fen. Zu fin­den ist das ein­ma­li­ge Frei­licht­schau­spiel auf dem Gip­fel des Rot­stein­ko­gels in der Nähe von Haf­ling bei Meran. Auf dem Fel­sen errich­te­te ein Künst­ler vor eini­gen Jah­ren 30 Klapp­stüh­le aus Kas­ta­ni­en­holz und Stahl, auf denen sich Wan­de­rer aus­ru­hen und dabei die fan­tas­ti­sche Aus­sicht genie­ßen kön­nen. Ganz ohne Wer­bung und Ein­tritt bie­tet sich hier eine ein­ma­li­ge Erfah­rung, die es mit dem Aus­blick ins Tal von einer weit höhe­ren Berg­spit­ze auf­neh­men kann – und dabei nur einen Bruch­teil der Anstren­gung erfor­dert. Erreicht wird das Knottnki­no näm­lich durch eine gemüt­li­che halb­stün­di­ge Wan­de­rung von der Stra­ße zwi­schen Vör­an und Haf­ling aus, die auch Wan­de­rern mit weni­ger Kon­di­ti­on und grö­ße­ren Kin­dern kei­ne all­zu gro­ßen Schwie­rig­kei­ten berei­ten dürf­te.

    Den ers­ten und ein­zi­gen Whis­ky Ita­li­ens in der Destil­le­rie PUNI kos­ten

    Unweit der ein­zig­ar­ti­gen mit­tel­al­ter­li­chen Klein­stadt Glurns mit ihren ori­gi­nal erhal­te­nen Stadt­mau­ern und Lau­ben liegt ein wei­te­res Klein­od des Vinsch­gaus: Ita­li­ens ers­te Whis­ky­bren­ne­rei PUNI. Aus einer spon­ta­nen Idee in den 90ern und der Lei­den­schaft zum schot­ti­schen Whis­ky ent­stand nach jah­re­lan­ger Pla­nung und Kon­zep­ti­on im Jahr 2010 die­se Destil­le­rie, in der Fami­lie Eben­sper­ger seit­dem Ita­li­ens ers­ten Sin­gle Malt pro­du­ziert. Der Name stammt vom Fluss Puni, der ganz in der Nähe vor­bei­plät­schert; wie die gäli­schen Namen der schot­ti­schen Tra­di­ti­ons­be­trie­be soll die­ser ursprüng­lich räti­sche Name die Ver­bun­den­heit des Whis­kys mit der Vinsch­ger Natur sym­bo­li­sie­ren. Die Lage ist zudem nicht zufäl­lig gewahlt: Der Vinsch­gau war lan­ge Zeit die unbe­strit­te­ne Korn­kam­mer Tirols, und auch der PUNI-Whis­ky wird aus rei­nem Vinsch­ger Glet­scher­was­ser und eigens tra­di­tio­nell ange­bau­tem Vinsch­ger Korn gewon­nen. Gela­gert wird der Whis­ky in Islay-, Mar­sa­la-, Sher­ry- oder Bour­bon­fäs­sern aus Schott­land, Sizi­li­en, Spa­ni­en oder den USA, was den jewei­li­gen Sor­ten einen ganz bestimm­ten Geschmack ver­leiht. Zur Rei­fung auf­be­wahrt wer­den die Fäs­ser übri­gens in auf­ge­las­se­nen Welt­kriegs­bun­kern, die den Ober­v­insch­gau durch­zie­hen und für die­se Auf­ga­be wie geschaf­fen sind.

    Die Destil­le­rie PUNI besitzt ein eige­nes ganz­jäh­rig geöff­ne­tes Besu­cher­zen­trum und bie­tet jeder­zeit ger­ne Füh­run­gen und Ver­kos­tun­gen an. Schon allein das Gebäu­de, in dem sich Visi­tor Cent­re und Destil­le­rie befin­den, wäre näm­lich einen Besuch wert. So tra­di­tio­nell der Whis­ky her­ge­stellt wird, so ästhe­tisch-modern ist sein Zuhau­se. Der Kubus aus rotem Zie­gel, in tra­di­tio­nel­ler Bau­wei­se aber mit sehr moder­nem Touch ver­fei­nert erbaut, ist in den weni­gen Jah­ren sei­ner Exis­tenz bereits fast schon zum archi­tek­to­ni­schen Wahr­zei­chen der Gegend gewor­den. Las­sen Sie sich im Urlaub in Süd­ti­rol die­se unver­gleich­li­che Erfah­rung für Auge und Gau­men nicht ent­ge­hen.

    Adre­na­lin­schub mit Spiel­platz-Flair: Die Rie­sen­schau­kel “Sky­s­cra­per” am Kron­platz 

    Bezeich­net wird die­se Attrak­ti­on zwar als Schau­kel und mit ihren rie­si­gen Pfei­lern und dem dazwi­schen frei hän­gen­den Sitz sieht sie auch so aus. Mit dem sorg­lo­sen Schau­keln eines Kin­des auf dem Spiel­platz hat der Sky­s­cra­per aller­dings nur die Theo­rie gemein­sam. Denn Tap­fe­re und Uner­schro­cke­ne, die den Ner­ven­kit­zel nicht scheu­en, erwar­tet ein Höhen­flug, der sie der deut­schen Über­set­zung des Namens ent­spre­chend wirk­lich am Him­mel krat­zen lässt.

    Auf dem Kron­platz­gip­fel im Pus­ter­tal, Mit­tel­punkt und Namens­ge­ber der Feri­en­re­gi­on Kron­platz, befin­det sich auf 2275 Meter Höhe eine Rie­sen­schau­kel, die selbst Hart­ge­sot­te­ne an ihre Gren­zen brin­gen wird. Nach moder­nen Sicher­heits­stan­dards wird man für eine klei­ne Gebühr von 12 Euro sicher ver­schnürt und per Seil­win­de 15 Meter in die Höhe gezo­gen. Kurz den von hier schon fan­tas­ti­schen Aus­blick genie­ßen, Luft holen, und die Vor­rich­tung betä­ti­gen, mit der man sich selbst aus­klin­ken muss sobald man dazu bereit ist. Kaum haben die Stahl­sei­le ihre Hal­te­rung ver­las­sen, wird man wie beim Bun­gee Jum­ping durch die Luft kata­pul­tiert und schwingt frei über dem Pan­ora­ma der Dolo­mi­ten. Der Gip­fel fällt näm­lich direkt hin­ter der Schau­kel ab und gibt den Blick frei auf das umlie­gen­de Tal und damit eine Aus­sicht, wie sie sonst nur ein Vogel genie­ßen kann. Und die­ser erhält dabei zudem kei­nen sol­chen Adre­na­lin­kick, wie ihn die Besu­cher der Rie­sen­schau­kel dabei erle­ben. Wahr­lich ein ein­ma­li­ges Erleb­nis in Ihren Feri­en in Süd­ti­rol, das Sie noch lan­ge in Erin­ne­rung behal­ten wer­den.

    Der Sky­s­cra­per befin­det sich direkt auf dem Kron­platz bei Bru­neck im Pus­ter­tal, der Weg dort­hin ist sehr gut aus­ge­schil­dert und bis zu einer gewis­sen Höhe gut mit Auto oder öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln zu errei­chen. Der Spaß in luf­ti­gen Höhen ist von Ende Juni bis Ende Sep­tem­ber zugäng­lich und sogar Kin­der dür­fen ihn benut­zen, aller­dings ent­schei­den die Mit­ar­bei­ter fall­wei­se vor Ort, ob Grö­ße und Alter dazu aus­rei­chen.

    Ski­fah­ren im Hoch­som­mer: Das Glet­scher­ski­ge­biet Stilfser Joch

    Sie lie­ben das Ski­fah­ren in Süd­ti­rol und möch­ten am liebs­ten das gan­ze Jahr über die Pis­te wedeln? Die Kom­bi­na­ti­on aus som­mer­li­cher Hit­ze und fruch­ti­gen Cock­tails im Tal und klir­rend kal­tem Natur-Tief­schnee unter den Bret­tern auf dem Berg reizt Sie? Dann haben Sie Glück: In Süd­ti­rol ist im Som­mer nur ein ein­zi­ges Ski­ge­biet geöff­net, das Ski­ge­biet Stilfser Joch. Frü­her war das Ski­ge­biet am Schnal­s­ta­ler Glet­scher eben­falls in den Som­mer­mo­na­ten geöff­net, dies wur­de jedoch auf­ge­ge­ben.

    Das Ski­ge­biet Stilfser Joch liegt auf einer Höhe von 2760 bis 3450 Metern und hat wie erwähnt nur im Som­mer geöff­net. Zum Stilfser Joch und damit zum Ski­ge­biet kommt man aus Süd­ti­rol, der Schweiz und Bor­mio näm­lich nur über kur­vi­ge Pass­stra­ßen, die im Win­ter  aus Sicher­heits­grün­den gesperrt sind. Ski­fah­ren kann man am Stilfser Joch dem­nach immer nur dann, wenn die Pass­stra­ßen geöff­net haben. Von Süd­ti­rol aus erreicht man das Stilfser Joch aus dem Vinsch­gau und somit vom Lin­den­hof Life­style Dol­ce­Vi­ta Resort aus über die berühm­te Stilfser Joch Pass­stra­ße – übri­gens die­sel­be, auf der Sie bei der Stilfser Joch-Wet­te ver­su­chen kön­nen, Hotel­chef Joa­chim Nisch­lers Best­zeit zu schla­gen. Nor­ma­ler­wei­se ist die Pass­stra­ße von Ende Mai bis Ende Okto­ber geöff­net und somit das Ski­ge­biet in die­sen Mona­ten für Sie in Ihren Feri­en in Süd­ti­rol erreich­bar.

    Das Ski­ge­biet nimmt die Glet­scher­flä­che zwi­schen den Ber­gen Trince­ro­ne, Livrio, Nag­ler, Cris­tal­lo und Geis­ter­spit­ze ein und liegt inmit­ten der Ort­ler-Ceve­da­le-Grup­pe. König Ort­ler, der höchs­te und beein­dru­ckends­te Berg Süd­ti­rols, liegt prak­tisch in der Nach­bar­schaft und ist von der Pis­te aus gut zu sehen. Das Ski­ge­biet Stilfser Joch hat nur etwa 20 Pis­ten­ki­lo­me­ter, die im Hoch­som­mer nicht voll­stän­dig schnee­be­deckt sind, da die Betrei­ber gänz­lich auf Schnee­ka­no­nen ver­zich­ten und man nur auf Natur­schnee ins Tal saust. Wenn Sie das Ski­ge­biet zu Beginn der Sai­son besu­chen, ste­hen die Chan­cen aber gut, zumin­dest unge­hin­dert bis zur Mit­tel­sta­ti­on der Seil­bahn am Trince­ro­ne fah­ren zu kön­nen.

    Neben der eigent­li­chen Ski­pis­te befin­den sich im Ski­ge­biet noch drei Lang­lauf­loi­pen und ein Snow­park. Eine Loi­pe liegt direkt am Stilfser Joch (auch hier ist es eher unwahr­schein­lich, dass man bei sehr war­men Tem­pe­ra­tu­ren noch Schnee vor­fin­det), die ande­ren bei­den wei­ter oben und rela­tiv schnee­si­cher. 

    Zum Ski­ge­biet füh­ren vom Stilfser Joch aus zwei Seil­bah­nen. Die ers­te Gon­del­bahn fährt bis zur Mit­tel­sta­ti­on am Trince­ro­ne, danach geht es nach einem Umstieg hin­auf bis zur Berg­sta­ti­on am Mon­te Livrio (3174 Meter). Dar­über befin­den sich dann nur noch Schlepp­lif­te. Direkt an der Berg­sta­ti­on befin­det sich mit dem Rifu­gio Livrio (Hotel und Restau­rant) auch eine Ein­kehr­mög­lich­keit mit atem­be­rau­ben­der 360 Grad-Aus­sicht auf Gip­fel in bis zu vier Län­dern, was die Fahrt mit der Seil­bahn auch als Aus­flugs­ziel für Nicht-Ski­fah­rer inter­es­sant macht.

     

    Bild­quel­le © IDM Süd­ti­rol – Cle­mens Zahn

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