Wat­ten – Süd­ti­ro­ler Volks­sport

  • Südtiroler Watten

    Wat­ten – Süd­ti­ro­ler Volks­sport

    So manch einer, der schon ein­mal eine Süd­ti­ro­ler Gast­stät­te betre­ten hat, wird mit dem belieb­tes­ten Volks­sport der Süd­ti­ro­ler bereits Bekannt­schaft gemacht haben! Was bei den Ita­lie­nern “Boc­cia” und bei den Fran­zo­sen “Boule” ist, ist in Süd­ti­rol das Kar­ten­spiel Wat­ten! Wer die Süd­ti­ro­ler wirk­lich ken­nen ler­nen will, der soll­te sich an einen Tisch mit ihnen set­zen und Kar­ten spie­len, aber auf­ge­passt: Sucht­ge­fahr!

    Dolce Vita Mitarbeiterakademie

    Die Gewin­ner des Watt-Tur­niers der Dol­ce Vita Mit­ar­bei­ter­aka­de­mie

    Wat­ten in Süd­ti­rol

    Bereits zur Zeit der Napo­leo­ni­schen Krie­ge, gegen Ende des 18. Jahr­hun­derts, sol­len sich Bay­ern und Fran­zo­sen in Süd­ti­rol beim Wat­ten die Zeit ver­trie­ben haben. Eine Kar­ten­spiel, das sei­ne ganz eige­ne Regeln hat, die in jedem Tal aber unter­schied­lich sein kön­nen! Eini­ge gol­de­ne Regeln müs­sen den­noch von allen beach­tet wer­den:

    • Gespielt wird mit dem  „Salz­bur­ger Blatt“ und im Uhr­zei­ger­sinn mit den Far­ben: Herz, Eichel, Laub und  Schell
    • 2 gegen­über­sit­zen­de Spie­ler bil­den jeweils ein Team
    • Jeder der Spie­ler bekommt fünf Kar­ten, die­se wer­den im Uhr­zei­ger­sinn, zuerst drei und dann zwei Kar­ten aus­ge­ge­ben
    • Ziel jeden Teams ist es, pro Spiel drei Sti­che zu erzie­len und dadurch zu gewin­nen
    • Gespielt wird bis 15 oder auch bis 18 Punk­te
    • Der Geber der Kar­ten sagt beim Offen-Wat­ten die Kar­ten­far­be (=Trumpf) an, der nächs­te Gegen­spie­ler (im Uhr­zei­ger­sinn) den Zah­len- oder Bild­wert (=Schlag)
    • Beim Blind-Wat­ten zei­gen sich die zwei Spie­ler Schlag und Trumpf nur an, wäh­rend des Spiels müs­sen die Part­ner den ange­sag­ten Schlag und Trumpf dann erra­ten
    • Unter Rech­ter ver­steht man eine Kar­te, die sowohl Schlag als auch Trumpf ist
    • Als “Blin­de” wer­den die drei Schlä­ge in den ande­ren Far­ben genannt
    • “Der Gua­te” ist die bes­te Kar­te im Spiel, die­se ist einen Schlag höher ist als der Rech­te

    Eigent­lich fol­gen noch vie­le wei­te­re Regeln, die soll­ten Sie sich aber ein­fach mal von Ihrem Gast­ge­ber Joa­chim Nisch­ler erklä­ren, las­sen, wenn Sie das nächs­te Mal im Lin­den­hof sind! Denn Joa­chim ist nicht nur lei­den­schaft­li­cher Renn­rad­ler, son­dern auch pas­sio­nier­ter Kar­ten­spie­ler!

    Ach ja, noch etwas: Deu­ten ist ver­bo­ten, machen aber trotz­dem alle! 😉


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