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20. Dezember 2017

Wissenswertes über den Südtiroler Vinschgau

Wie gut kennen Sie Ihr Urlaubsland, besser gesagt Ihre Urlaubsregion, nämlich den Vinschgau? Auch wenn Sie bisher vielleicht schon die ein oder andere Reise in unsere Gegend geführt hat, so ist es für den nächsten Urlaub im Vinschgau sicher nützlich, sich bereits vorab ein wenig über Geschichte, Lage und Geographie des Tales zu informieren.
Wir haben einige wissenswerte Fakten rund um den obersten Teil des Etschtals in Südtirol für Sie zusammengefasst:

  • Der Name Vinschgau wurde früher Vintschgau geschrieben und leitet sich vom Stamm der Venostes ab, daher auch die italienische Bezeichnung Val Venosta. Der Zusatz „Gau“ bezieht sich auf den Vinschgau als ehemalige Verwaltungseinheit des Frankenreiches.
  • Die geografischen Grenzen des Vinschgau sind am Reschenpass sowie an der Töll nahe Partschins festgelegt. Der Obervinschgau beginnt am Reschen und endet in Laas. Der Untervinschgau wiederum reicht von Schlanders bis nach Staben. Die Gemeinden im untersten Vinschgau gehören gemeindeverwaltungstechnisch zur Bezirksgemeinschaft von Meran.
  • Entlang des Vinschgau gibt es viele größere Seitentäler zu erkunden: das Rojental, da Schlinigtal, das Münstertal, das Suldental, das Martelltal und das Laaser Tal auf der rechten Talseite sowie das Langtauferer Tal, das Planeiltal, das Matscher Tal, das Schlandrauntal sowie das Schnalstal auf der linken Talseite.
  • Beim Vinschgau handelt es sich um ein vergleichsweise niederschlagsarmes Tal – lediglich 481 mm Niederschlag gibt es jährlich im Durchschnitt zu verzeichnen. Die niedrigste Temperatur im zentral liegenden Schluderns beträgt durchschnittlich -0,9 °C (Januar), die Höchste 19,2 °C (Juli).
  • Die meisten Vinschgau-Urlauber verbinden mit dem Tal vor allem den Reschenpass und natürlich den Reschensee mit seinem Kirchtum, der stolz aus dem Wasser herausragt. Ein überaus beliebtes Fotomotiv und doch in erster Linie ein Mahnmahl. Für den Bau des Stausees im Jahr 1950 mussten die Bewohner von Graun und Teilen des Dorfes Reschen sowie der Weiler Piz, Arlund, Gorf und Stockerhöfe nämlich ihre Höfe verlassen, ehe die Gebäude gesprengt und das Areal überflutet wurden. Nur der Kirchturm von Alt-Graun ragt bis heute aus dem Wasser und erinnert an diese Zeit.
Bildquelle © fottoo - stock.adobe.com

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