Die neun No-Gos – Tipps für Tou­ris­ten in Süd­ti­rol

  • Nogos für Südtirol

    Die neun No-Gos – Tipps für Tou­ris­ten in Süd­ti­rol

    Wir rei­sen, um Kul­tu­ren, Bräu­che und Tra­di­tio­nen ande­rer Län­der ken­nen­zu­ler­nen. Und nein, wir wol­len – Gott bewah­re – nicht, dass man uns als Tou­ris­ten erkennt. Wir wol­len uns viel­mehr den Bewoh­nern anpas­sen, denn wir sind kei­ne Tou­ris­ten, wir sind Kos­mo­po­li­ten. Wir essen, sagen und machen das, was auch die Ein­hei­mi­schen essen, sagen und machen.

    Soll­ten Sie eine Rei­se nach Süd­ti­rol pla­nen, so haben wir für Sie die wich­tigs­ten „No-Gos“ hier­zu­lan­de  zusam­men­ge­fasst:

    1. Nicht das „Wei­ße“ vom Speck weg­schnei­den

      Wer beim Speck das Wei­ße nicht ehrt, ist das Rote nicht wert. Der Süd­ti­ro­ler Speck besteht Groß­teils aus rotem Fleisch und eben auch ein biss­chen aus Fett. Nur wenn man bei­des zusam­men isst, ergibt das den ein­zig­ar­ti­gen Geschmack. Wei­ter ist es wich­tig zu wis­sen: je dün­ner der Speck auf­ge­schnit­ten wird, des­to bes­ser schmeckt er. Essen Sie den Speck nie­mals mit einer Gabel. Alles, was zu einer „Tiro­ler Brett­lma­ren­de“ ser­viert wird, soll­ten Sie mit dem Mes­ser auf­schnei­den und mit den Hän­den essen. Am bes­ten genie­ßen Sie dazu das typi­sche Schüt­tel­brot.
    2. Schüt­tel­brot muss hart sein

      Apro­pos Schüt­tel­brot. Sagen Sie nie­mals fol­gen­dem Satz zu einem Süd­ti­ro­ler: „Schauen’s mal, die­ses Brot ist so hart, dass es schon aus­ein­an­der bricht. Das ist sicher schon total alt.“ Das ori­gi­na­le Schüt­tel­brot ist ein har­tes, knusp­ri­ges Fla­den­brot, das die Bau­ern auf den Höfen und Almen wegen der lan­gen Halt­bar­keit gemacht haben. Der Teig wird, vor dem Backen,  durch Schüt­teln – daher auch der Name – in die dün­ne Form gebracht.
    3. Mes­ser weg – wenn es Knö­del gibt

      Tun Sie das einem Knö­del und der Köchin des Knö­dels nie­mals an! Kein Süd­ti­ro­ler wür­de einen Knö­del mit dem Mes­ser schnei­den. Ste­chen Sie den Knö­del mit der Gabel aus­ein­an­der, das zeigt der Köchin oder dem Koch, dass der Knö­del schön weich und luf­tig gewor­den ist. Übri­gens: bestel­len Sie in Süd­ti­rol nie „Klö­ße“ – das heißt Knö­del!
    4. Cap­puc­ci­no nach dem Essen – ver­giss es

      Ein abso­lu­tes NO GO in Süd­ti­rol und den Rest Ita­li­ens. War­um? Zum einen ist dies ein Signal für den Koch, dass Sie nicht satt gewor­den sind. Und zum ande­ren soll­ten Sie die zuvor ver­zehr­ten Köst­lich­kei­ten nicht mit Unmen­gen von Milch ver­mi­schen. Bestel­len Sie nach dem Essen einen Espres­so, und wenn Sie unbe­dingt ein biss­chen Milch dazu möch­ten, bestel­len Sie einen „Espres­so Mac­chia­to“ – nicht zu ver­wech­seln mit dem „Lat­te Mac­chia­to“, der nach dem Essen eben­falls nicht getrun­ken wer­den soll­te, da er die Milch von zwei Kühen ent­hält.
    5. Es heißt „Macki­a­to“, nicht „Mat­s­cha­to“

      Wenn wir schon dabei sind, üben wir auch ein biss­chen die Aus­spra­che. Es heißt „Kaputschi­no“ und „Macki­a­to“ – nicht „Kapu­ki­no“ oder „Mat­s­cha­to“! Bru­schet­ta:        Falsch: „Bru­sched­da“    Kor­rekt: „Brusket­ta“ Gnoc­chi:              Falsch: „Gnot­schi“          Kor­rekt: „Njo­cki“ Gela­to:                  Falsch: „Gela­do“             Kor­rekt: „Tsche­la­to“

    Man­che Sät­ze ver­ges­sen Sie in Süd­ti­rol am bes­ten ganz

    1. „Kann ich den Spi­nat­knö­del auch kalo­ri­en­arm bekom­men?“

      spinach-dumplings-231927_1920NEIN! Die Bau­ern auf den Höfen und Almen brauch­ten frü­her (und brau­chen auch heu­te noch) Gerich­te, die satt machen und genü­gend Ener­gie für die Arbeit lie­fern, des­halb ist die Süd­ti­ro­ler Küche sehr rus­ti­kal und koh­len­hy­dratreich. Vie­le Restau­rants in den Tälern bie­ten natür­lich auch fei­ne medi­ter­ra­ne Küche an, aber auf einer Alm­hüt­te ver­knei­fen Sie sich die­sen Satz bes­ser.
    2. „Ich bin ein guter Berg­stra­ßen­fah­rer“

      Die Ein­hei­mi­schen ken­nen jede Kur­ve, jedes Schlag­loch und jede Gera­de ihrer Berg- und Pass­stra­ßen – ent­spre­chend rasant ist auch ihr Fahr­stil. Wer also glaubt, dass er mit Tem­po 60 auf einer Berg­stra­ße schnell unter­wegs ist, der täuscht sich. Lie­ber öfter mal in den Rück­spie­gel schau­en und eine Aus­weich­mög­lich­keit suchen.
    3. Apro­pos Auto­fah­ren

      Wenn Sie die Auto­bahn­maut­da­me an der Kas­se Bozen Süd auch noch so grim­mig anschaut – immer anlä­cheln. Irgend­wann wird Sie zurück­lä­cheln (oder auch nicht!)
    4. „Luis Tren­ker kenn ich auch – war ein guter Desi­gner“

      Eine Süd­ti­ro­ler Legen­de, die man bei uns ken­nen soll­te. Er wur­de in Grö­den gebo­ren und sein eigent­li­cher Name war Alois Franz. Einen Namen mach­te er sich durch sei­ne Tätig­keit als Berg­stei­ger, Autor, Regis­seur und Schau­spie­ler. Im Jah­re 1990 starb er im Altern von 97(!) Jah­ren wodurch er die Grün­dung des Labels „Luis Tren­ker“ um fünf Jah­re ver­pass­te.
    Tweet about this on TwitterShare on Facebook

5 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.