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01. August 2017

Die 4 schönsten Klettersteige Südtirol

Die Ferienregion Südtirol präsentiert sich durch eine große Anzahl an Klettersteigen: In unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und entlang sämtlicher Gebirgsketten sind diese zu finden. Die wohl bekanntesten Steiganlagen befinden sich in den Dolomiten. Entlang der weißen Gesteine schlängeln sich enge, mit Seilbrücken abgesicherte Wege in den Felsvorsprüngen – in den Stein wurden Leitern und Stufen gehauen. In Südtirol stehen Ihnen insgesamt 143 vielseitige Klettersteige zur Verfügung. Dabei werden Gipfel erreicht, die für den normalen Wanderer unerreichbar sind, und Wände durchstiegen, die man normalerweise nur von unten bestaunen kann. Immer gesichert, immer am Seil: Der Klettersteig – ein fesselndes Erlebnis!

Damit Sie sich einen ersten Überblick verschaffen können, stellen wir Ihnen hier die schönsten Routen der Region vor.

Mittlere Schwierigkeitsstufe: Die Tschengelser Hochwand

Auf der massiven Tschengelser Hochwand stehen Ihnen gleich drei Routen zur Verfügung. Die Anreise erfolgt von Ihrem DolceVita Style & Spa Resort Lindenhof aus über die Vinschger Staatstraße bis in das 50 Kilometern entfernte St. Gertraud in Sulden (1.844 m. ü. M.). Von dort aus wandern Sie zunächst auf die Ostseite des Tales. Auf dem Steig Nr. 5 geht es weiter durch das Zaytal bis hinauf zur bekannten Düsseldorfer Hütte (2.724 m. ü. M.), um im Anschluss die Weggabelung unter der Tschengelser Hochwand zu erreichen. Folgen Sie nun den Wegweisern und biegen Sie links ab. Begeben Sie sich dann am Geröllhang hinauf zum Südgrat des Gipfels und folgen Sie dem Hinweisschild “Normalweg”. Dies ist ein recht schwacher Steig durch eine schroffe Geröllscharte. Über den teilweise gesicherten Klettersteig erreichen Sie anschließend das Gipfelkreuz auf sagenhaften 3.375 Höhenmetern. Der Abstieg erfolgt ebenfalls über den Normalweg. Dauer: ab der Düsseldorfer Hütte etwa 4 Stunden.

Spuren des Ersten Weltkrieges: Der Paternkofel

Auch wenn dieser Klettersteig als leicht eingestuft ist, bedarf es hier auf jeden Fall einer geeigneten Kletterausrüstung. Die Dauer der Tour beträgt ca. 4 Stunden. Auf dem Aussichtsberg der Sextner Dolomiten (2.744 m. ü. M.) genießen Sie bei Ihrer Rundtour nicht nur die wundervolle Aussicht auf die Drei Zinnen, Sie begeben sich auch durch die stockdunklen Stollen, die im Zweiten Weltkrieg errichtet wurden und heute noch an die umkämpften Gipfel erinnern. Zunächst reisen Sie von Ihrer Unterkunft in Naturns bis nach Meran, weiter über die Schnellstraße bis nach Bozen und auf die Autobahn A22 Richtung Brenner. Nehmen Sie die Ausfahrt Brixen/Vahrn und folgen Sie der Staatsstraße in das Pustertal. Bei Toblach biegen Sie nach Süden in Richtung Cortina d’Ampezzo ab (SS51). Bei Schluderbach, gleich hinter dem Dürrensee, zweigen Sie anschließend links nach Misurina auf die SS48 ab. Vor dem gleichnamigen See biegen Sie dann zum Rifugio Auronzo (2.320 m. ü. M.) ab und folgen der mautpflichtigen Bergstraße bis zum Großparkplatz direkt bei der Berghütte. Dort startet Ihre Tour.

Vom Rifugio Auronzo steigen Sie auf dem Wanderweg Nr. 101 zur Lavaredohütte zu. Über den Paternsattel geht es weiter bis zur Drei-Zinnen-Hütte. Unmittelbar an der Hütte folgen Sie dem Hinweisschild Richtung Süden. Entlang dieses Südkammes erreichen Sie dann den Eingang der Kriegsstollen. Hier ist eine Taschenlampe und ein Steinschlaghelm unbedingt erforderlich! Durch das dunkle Tunnelsystem geht es nun weiter bis zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs. Mit Hilfe der gesicherten Drahtseile steigen Sie weiter bis zur Gamsscharte (2.650 m. ü. M.) Dort befindet sich eine kleine Schlucht, von der aus es im Anschluss hoch zum Gipfelkreuz geht. Der Abstieg erfolgt über den wunderschönen, ausgeschilderten Schartenweg.

Der Tabaretta Klettersteig – einer der anspruchsvollsten Klettersteige Südtirol

Für die Begehung des Tabaretta Klettersteigs benötigt man großes Können und Geschick. Die Route führt – gänzlich ohne Tritthilfen – durch die nordöstlichen Ortlerwände. Eine echte Herausforderung für alle Anspruchsvollen! Eine komplette Ausrüstung ist auch hierfür unbedingt erforderlich. Dauer: etwa 3 Stunden.

Über die Vinschger Staatsstraße fahren Sie bei Sponding in Richtung Stilfserjoch bis nach Sulden (1.850 m. ü. M.). Am Parkplatz in St. Gertraud angekommen, folgen Sie dem gut markierten Weg Nr. 4 bis zur Tabarettahütte, wo auch gleich schon der luftige Steig zum Einstieg abzweigt. Hier genießen Sie den fantastischen Ausblick auf die Ortler Nordwand und die gegenüberliegenden Suldner Berge. Sie können aber auch mit der Seilbahn bis zur Bergstation Langenstein fahren und von der K2 Hütte aus zu Fuß zur Tabaretta Hütte wandern. Gleich hinter der Hütte befindet sich ein schmaler Pfad, der Sie zum Einstieg des Klettersteigs am oberen Ende einer Geröllrinne führt. Nun geht es sehr steil durch den Einstiegskamin nach oben, wo Sie auch schon ein ebenes Flachstück erwartet. Über senkrechte Passagen führt die anspruchsvolle Route weiter Richtung “Klepperschleider”. Nach einer schwierigen Steilpassage erreichen Sie den “Gelen Knott”, eine trittlose, kräfteraubende Querung nach rechts. Nach weiteren luftigen und steilen Verschneidungen ist das Gelände in diesem Abschnitt leicht gestuft. Am Ausstiegsgrat (3.050 m. ü. M.) folgen Sie etwa 10 Minuten nordöstlich den “Normalweg”, bis Sie die Payer Hütte erreichen.

Der Klettersteig Hoachwool in Naturns bei Meran

Am Eingang des Schnalstals befindet sich der neue Klettersteig Hoachwool. Ausgangspunkt ist der Parkplatz der Talstation Unterstell, der sich übrigens nur einige Meter vom DolceVita Resort Lindenhof befindet. Dort angekommen folgen Sie zunächst dem rot markierten Steig bis zur Auffahrt zum Schloss Juval. Am Bachufer entlang befinden sich einige Klettersteigpassagen, die zur Seilbrücke in schwindelerregender Höhe über den Schnalser Bach führen. Im Anschluss queren Sie einen neu gestalteten Waal. Bald darauf stellen Sie sich der größten Herausforderung des Hoachwool-Steiges: Am Drahtseil gesichert geht es an einer äußerst senkrechten Wand steil nach oben. Hier ist gute Klettertechnik, Trittsicherheit und Geschick gefragt! Nach einer kleinen Verschnaufpause am ebenen Rastplatz folgen Sie anschließend einer etwas leichteren Passage bis zu einer Leiter, an der sich auch schon der Ausstieg befindet. Absteigen können Sie über den Wanderweg Nr. 10 oder Sie fahren bequem mit der Seilbahn Unterstell bis nach Naturns.

Nähere Informationen zum Klettern in Südtirol  erhalten Sie direkt bei uns im Bergsteiger-Hotel Lindenhof in Naturns: Unser Bergführer Rudi klärt Sie gerne über das richtige Verhalten am Berg auf. Außerdem erwarten Sie viele weitere Vorteile für Ihren Kletterurlaub in Südtirol: Die Wanderjause zum Mitnehmen vom Frühstücksbuffet, der kostenlose Verleih von Wanderrucksäcken sowie kostenlose Tourenberatung durch den Gastgeber Joachim Nischler.

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