Kart­haus – das stil­le Dorf im Schnal­s­tal

  • kloster_karthaus

    Kart­haus – das stil­le Dorf im Schnal­s­tal

    10km nach der Tal­ein­fahrt zum Schnal­s­tal wei­sen Ihnen 6 stei­ner­ne Mön­che den Weg zum ehe­ma­li­gen Kar­täu­ser-Klos­ter Alleren­gel­berg. Noch heu­te spürt man in Kart­haus den Geist des eins­ti­gen Kar­täu­ser-Klos­ters.

    Karthaus MöncheDie Geschich­te des Kar­täu­ser-Klos­ter Alleren­gel­berg

    Bereits 1326 ent­stand ein klei­ner Holz­bau wel­cher sich rasch zu einer beein­dru­cken­den Anla­ge ent­wi­ckel­te. Die stren­gen Vor­schrif­ten ver­lang­ten von den Ordens­brü­dern ein sehr zurück­ge­zo­ge­nes Leben in Ein­sam­keit und Stil­le. Sogar das Spre­chen wur­de den Mön­chen ver­bo­ten. Die impo­san­te Ring­mau­er um das Klos­ter, wel­che noch fast voll­stän­dig erhal­ten ist, wur­de im Jah­re 1525 erbaut, nach­dem die Mön­che von den auf­stän­di­schen Bau­ern voll­stän­dig aus­ge­raubt wur­den. Im Jah­re 1782 wand­ten sich die Mön­che zu sehr der Welt zu, dies führ­te zur Auf­lö­sung des Klos­ters und die Anla­ge wur­de an Bau­ern und Händ­ler ver­kauft. 1924 brann­te das Klos­ter fast voll­stän­dig nie­der, wur­de aber wie­der auf­ge­baut. Aus der Kar­tau­se wur­de inzwi­schen das Dorf Kart­haus, aber die geheim­nis­vol­le Stil­le liegt noch immer über die­sen Ort.

    Silentium mit Gemaelde Karthaus-Schnalstal 790x300Das Pro­jekt SILEN­TI­UM

    Genau um die­ses Phä­no­men der Stil­le wur­de ein Pro­jekt erar­bei­tet, wel­ches die Geschich­te die­ses ein­zig­ar­ti­gen Dor­fes erzählt. Ins­ge­samt 12 Sta­tio­nen wur­den errich­tet, die Sie über 2 ver­schie­de­nen Rou­ten selbst­stän­dig besich­tig­ten kön­nen. Klei­ne Kapu­zi­ner­mön­che wei­ßen Ihnen den Weg. Der Rund­gang beginnt am ehe­ma­li­gen Haus des Pri­ors am Dorf­platz von Kart­haus. Dort fin­den Sie den Ein­gang in den Kreuz­gang, an des­sen Anfang ein 9 minü­ti­ger Film in poe­ti­schen Bil­dern die wech­sel­vol­le Geschich­te der Kar­tau­se erzählt. Wenn Sie durch den hel­len Kreuz­gang schrei­ten kön­nen Sie neben dem ehe­ma­li­gen Klos­ter­fried­hof, einer Zel­le und dem Kräu­ter­gar­ten auf eine ein­drucks­vol­le Kunst­au­stel­lung in Kart­haus  besich­ti­gen. Die­se Aus­stel­lung von Süd­ti­ro­ler Kunst fin­det jedes Jahr von Mit­te Juli bis Ende August statt. Nach­dem Sie den Kreuz­gang ver­las­sen haben kom­men Sie zur Klos­ter­kir­che. Nun kön­nen Sie ent­we­der wie­der zum Aus­gangs­punkt zurück­ge­hen oder Ihren Rund­gang noch aus­deh­nen und eine klei­ne Wan­de­rung um die Ring­mau­ern des ehe­ma­li­gen Klos­ters machen. An der Kir­che vor­bei fin­den Sie eine Pfor­te wel­che Sie zur Kir­che der hl. Anna führt. Nach einem 10 minü­ti­gen Spa­zier­gang um die Ring­mau­ern errei­chen Sie die „Hei­lig-Grab-Kapel­le“, wel­che Sie auch ger­ne von innen besich­ti­gen kön­nen. Nach­dem Sie noch die Klos­ter­kü­che besich­tigt haben erwar­tet Sie die letz­te Sta­ti­on der Anla­ge: der ehe­ma­li­ge Fisch­teich. Dort weißt eine Instal­la­ti­on auf die Bedeu­tung der Fische für die Mön­che hin.

    kloster_karthausDie Wan­der­we­ge „Via monacho­rum“ füh­ren Sie nach Kart­haus

    Ger­ne kön­nen Sie die Besich­ti­gung des Dor­fes Kart­haus auch mit einer Wan­de­rung ver­knüp­fen.  Zum Pro­jekt Silen­ti­um gehört näm­lich wei­ters die „Via monacho­rum“, ein aus meh­re­ren Rich­tun­gen nach Kart­haus füh­ren­der Wan­der­weg. Er ist von phi­lo­so­phi­schen Zita­ten über die Stil­le und das Schwei­gen gesäumt. Es gibt ins­ge­samt 3 Wege wel­che zu die­sem Pro­jekt gehö­ren und eben­falls mit etwas grö­ße­ren Kapu­zi­ner­mön­chen gekenn­zeich­net sind. Einer beginnt etwa 9 Kilo­me­ter nach der Tal­ein­fahrt und bringt Sie nach ca. 90 Minu­ten nach Kart­haus. Ein zwei­ter Weg beginnt am Dorf­platz von Katha­rin­a­berg, ein drit­ter im alten Wall­fahrts­ort Unser Frau im Schnal­s­tal. Die­se Wan­der­we­ge laden Sie dazu ein die Stil­le zwi­schen Vogel­stim­men, und Was­ser­rau­schen bewusst zu hören.

    Das Dorf Kart­haus befin­det sich nur weni­ge Auto­mi­nu­ten vom Dol­ce Vita Hotel Lin­den­hof in Naturns ent­fernt. Ein Besuch des ehe­ma­li­gen Klos­ters lohnt sich alle­mal.

    Tweet about this on TwitterShare on Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.