Im Inter­view: Der Lin­den­hof-Gast – ein armer Hund

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    Im Inter­view: Der Lin­den­hof-Gast – ein armer Hund

    Balou ist Stamm­gast. Min­des­tens zwei Mal im Jahr kommt der vier­jäh­ri­ge Gol­den Retrie­ver in das Dol­ce­Vi­ta Resort Lin­den­hof. Vier­ster­ne S. „Wer hat bloß die vier Ster­ne ver­ge­ben?”, fragt Balou im Gespräch mit der SUI­TE.

     

    War­um kom­men Sie immer wie­der in den Lin­den­hof?

    „Das fra­ge ich mich auch. Als Lin­den­hof-Gast bist du ein armer Hund. Zah­le Voll­pen­si­on – und wenn es was zu fut­tern gibt, sper­ren sie mich ein bzw. aus.”

     

    Das Essen ist hier aber …

    „…. angeb­lich super, ja, ja habe ich gehört. Bar­ba­ra und Dirk kom­men immer wie­der ins Zim­mer und erzäh­len mir, was sie gera­de bekom­men haben. Nach dem Früh­stück mit Eier, Speck und Schin­ken und allem drum und dran, nach dem Mit­tags­buf­fet mit Nudeln, Salat und Kuchen, nach den fünf oder sechs Gän­gen am Abend, und vor allem nach dem Des­sert­buf­fet – immer wie­der jau­len sie vor Glück.”

     

    Und Sie?

    „Mir stel­len sie mei­nen Napf mit Tro­cken­fut­ter hin und schwär­men gleich­zei­tig von Andis Rinds­flank­steak und Josefs Top­fen-Nou­gat-Knö­deln. Das ist pure Pro­vo­ka­ti­on.”

     

    Das hört sich nicht gut an.

    „Eine Schwei­ne­rei ist das. Wo haben die bloß ihre vier Ster­ne her? Tro­cken­fut­ter ist Tro­cken­fut­ter. Ob daheim im Badi­schen oder hier in Süd­ti­rol.”

     

    Dafür kön­nen Sie sich hier an der Natur erfreu­en?

    „Die geht mir tie­risch auf den Hun­de­keks. Wenn ich mal raus darf, schlep­pen sie mich den Berg hoch. Ich bin doch kei­ne Berg­zie­ge. Okay: die ande­ren Gäs­te brau­chen sol­che Tou­ren, wenn sie sich den Tag zuvor mal wie­der am Des­sert­buf­fet voll­ge­stopft haben. Mir wür­den zehn Meter Aus­lauf abso­lut rei­chen. Ich brauch da kei­nen ‚oh-ist-das-schön-hier‘-Gipfel.”

     

    Aber wir haben 315 Son­nen­ta­ge hier in Naturns.

    „Schön für Sie. Lau­fen Sie doch mal bei knapp 30 Grad im Pelz­man­tel rum und den Berg hoch. Das ist ganz schön anstren­gend, da wür­den Sie auch bel­len, glau­ben Sie mir. Zum Glück gibt es die­se Waal­we­ge, die Berg­se­en und die Bäche. Da kann ich mich ein biss­chen erfri­schen.

     

    Und wie fin­den Sie den Ser­vice?

    „Ich such ihn immer unter dem Tisch. Aber soweit kom­men die­se ach so gut geschul­ten Ser­vice­kräf­te natür­lich nicht.”

     

    Ist es da schmut­zig?

    „Nein, geputzt ist ganz ordent­lich. Aber ein Buf­fet stel­len sie da nie auf.”

     

    Das heißt: nie wie­der Lin­den­hof?

    „Fal­sches Fazit. So ein Hun­de­le­ben ist ja zu Hau­se auch nicht anders. Und im Lin­den­hof sind Bar­ba­ra und Dirk immer glück­lich und haben Zeit für mich. Von mir aus sol­len die Nisch­lers halt ihre Vier­ster­ne S behal­ten. Es muss ja nicht jeder Gast auf den Hund kom­men…”

     
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