Gesun­des Essen – so klappt es mit der bes­se­ren Ernäh­rung

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    Gesun­des Essen – so klappt es mit der bes­se­ren Ernäh­rung

    Eigent­lich möch­te sich doch jeder gesund und aus­ge­wo­gen ernäh­ren. Doch meis­tens gibt man den guten Vor­satz nach eini­gen Wochen oder sogar nur Tagen wie­der auf. Unser Chef­koch Andre­as Pir­cher hört die­ses Pro­blem immer wie­der von den Gäs­ten im Lin­den­hof, die sich dann auf eine Woche mit gesun­dem Essen und fri­schen Kräu­tern freu­en. „Sie kön­nen sich auch zu Hau­se bewuss­ter ernäh­ren“, sagt Andre­as – und gibt Tipps, wie jeder die Umstel­lung auf eine gesun­de Ernäh­rung schaf­fen kann. Eine gesun­de Ernäh­rungs­um­stel­lung gelingt am bes­ten step-by-step. Wenn Sie gleich am Anfang alle Ihre bis­he­ri­gen Ess­ge­wohn­hei­ten über den Hau­fen wer­den, wird es für Sie zur Qual – und Sie wer­den frü­her oder spä­ter garan­tiert schei­tern. Eine gesun­de Ernäh­rung soll Spaß machen, und das wird sie auch. Wenn Sie dau­er­haft gesund und bewusst essen, wer­den Sie sich fit­ter und bes­ser füh­len. Und das wird Ihr per­sön­li­ches Pro­jekt und Ziel wer­den. Aber wie gesagt: Schritt für Schritt.  

     

    Ich bin dann mal kurz in der Küche

    Ab jetzt wird selbst gekocht. Das ist der wohl wich­tigs­te Punkt für eine gesun­de Ernäh­rung. Ver­ab­schie­den Sie sich von Fer­tig­pro­duk­ten aus dem Super­markt. Die­se ent­hal­ten vie­le unge­sun­de Zusatz­stof­fe und belas­ten somit Ihre Gesund­heit. Stel­len Sie sich also selbst an den Herd, so kön­nen Sie Ihre Lebens­mit­tel selbst wäh­len und die Men­gen bestim­men. „Ich habe aber kei­ne Zeit zum Kochen“ – die­se Aus­re­de gilt nicht mehr. Es gibt vie­le tol­le Gerich­te, die in weni­ger als 30 Minu­ten gekocht sind. Soll­ten Sie doch mal auf ein Fer­tig­pro­dukt zurück­grei­fen müs­sen, dann wer­fen Sie einen Blick auf die Zuta­ten­lis­te: je weni­ger Inhalts­stof­fe, des­to bes­ser.

    Brin­gen Sie Abwechs­lung auf den Tel­ler

    Kochen Sie auch häu­fig das­sel­be Gericht – und füh­len sich dann gelang­weilt? Sagen Sie Ess­ge­wohn­hei­ten den Kampf an und pro­bie­ren Sie neue Rezep­te aus. Wer­den Sie krea­tiv und wagen Sie Expe­ri­men­te. Im schlimms­ten Fall schmeckt es nicht, aber dann machen Sie es beim nächs­ten Mal bes­ser. Wagen Sie einen Blick in Koch­bü­cher aus ande­ren Län­dern. Die ita­lie­ni­sche, thai­län­di­sche oder natür­lich auch die süd­ti­ro­ler Küche bie­ten vie­le gesun­de Rezep­te.

    BAsilikum PixabayKräu­ter und Gewür­ze statt künst­li­chen Aro­men

    Fer­tig­pro­duk­te bestehen aus künst­li­chen Zusatz­stof­fen und brin­gen ein ziem­li­ches Cha­os in unse­re Geschmacks­welt. Errich­ten Sie in Ihrer Küche einen klei­nen Kräu­ter­gar­ten. Basi­li­kum, Schnitt­lauch, Peter­si­lie usw. Die grü­nen Kräu­ter sehen nicht nur deko­ra­tiv aus, son­dern geben vie­len Gerich­ten einen beson­ders fri­schen Geschmack. Selbst eine Gemü­se­brü­he ist ganz ein­fach selbst zube­rei­tet und muss nicht als Pul­ver aus dem Beu­tel kom­men.

    Fett und Zucker redu­zie­ren

    Men­schen sind Gewohn­heits­tie­re. Des­halb fällt es schwer, plötz­lich auf den Zucker im Kaf­fee oder Tee zu ver­zich­ten. Wer Soft­drinks und süße Säf­te gewohnt ist, dem wird rei­nes Mine­ral­was­ser nicht schme­cken. Geben Sie jeden Tag ein biss­chen weni­ger Zucker in Ihre Tas­se oder etwas mehr Was­ser in Ihre Säf­te, so fällt Ihnen die Umstel­lung leich­ter. Irgend­wann wer­den Sie den Zucker über­haupt nicht mehr mis­sen. Erset­zen Sie Snacks wie Chips und Scho­ko­la­de durch selbst­ge­mach­tes Pop­corn, eine Hand vol­ler Nüs­se oder durch Tro­cken­obst. Ver­zich­ten Sie so oft wie mög­lich auf Fast Food und frit­tier­te oder über­ba­cke­ne Gerich­te.

    Frei­tag ist Fisch­tag

    Ob es nun der Frei­tag oder ein ande­rer Wochen­tag ist, bleibt Ihnen über­las­sen. Sie soll­ten aber Fisch auf Ihren Wochen­plan set­zen. Gut ist es, wenn Sie ein Mal in der Woche einen fett­ar­men Fisch (z.B. Kabel­jau oder Rot­barsch) essen und ein Mal in der Woche einen fett­rei­chen Fisch (z.B. Lachs). Die „fet­ten“ Fische sind reich an Ome­ga-3-Fett­säu­ren die sich posi­tiv auf unser Herz-Kreis­lauf-Sys­tem aus­wir­ken. Die fett­ar­men Fische lie­fern dafür wich­ti­ge Stof­fe wie Selen, Jod und Flu­or.

    Fleisch ja, aber nicht zu viel

    Fleisch ist ein wich­ti­ger Lie­fe­rant für Pro­te­ine, Vit­ami­ne und Eisen. Es soll­te aller­dings nicht jeden Tag auf dem Spei­se­plan ste­hen. Es gibt vie­le lecke­re vege­ta­ri­sche Gerich­te, die Sie das Fleisch gar nicht mis­sen las­sen. Ach­ten Sie dar­auf, dass die Fleisch­por­ti­on nicht zu groß aus­fällt und noch genü­gend Platz für Gemü­se auf dem Tel­ler ist. Bezie­hen Sie das Fleisch am Bes­ten vom Metz­ger und erkun­di­gen Sie sich über die Her­kunft des Flei­sches.

    Und zu guter Letzt: stress­frei­er Genuss

    Las­sen Sie sich Zeit beim Essen. Setz­ten Sie sich an den Tisch, schal­ten Sie den Fern­se­her aus und legen Sie die Zei­tung und das Smart­pho­ne weg. Genie­ßen Sie das Essen und kau­en Sie jeden Bis­sen mehr­mals. Wenn Sie hek­tisch essen – im Auto, beim Lau­fen oder an der The­ke – ver­zeh­ren Sie mehr als nötig, denn das Sät­ti­gungs­ge­fühl setzt erst nach 20 Minu­ten ein. Genie­ßen ist das Wich­tigs­te am Essen. Sie mer­ken das ja auch bei uns im Lin­den­hof.

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