Naturns – 5 Aus­flugs­zie­le, die Sie gese­hen haben müs­sen!

  • Entdecken Sie in Ihrem Urlaub in Südtirol das Schloss Juval in Naturns

    Naturns – 5 Aus­flugs­zie­le, die Sie gese­hen haben müs­sen!

    Wer sei­nen Urlaub in Süd­ti­rol ver­brin­gen möch­te, der kommt an Naturns, zwi­schen dem Vinsch­gau und dem Mera­ner Land gele­gen, fast nicht vor­bei. Mit über 315 Son­nen­ta­gen im Jahr zählt Naturns zu den son­nigs­ten Gemein­den Süd­ti­rols. Die Lage ist per­fekt für jeden, der viel Abwechs­lung in sei­nem Urlaub in Süd­ti­rol möch­te. Vor dem Fuß der impo­san­ten Texel­grup­pe mit ihren mäch­ti­gen 3000ern, an der Gren­ze zwi­schen dem Apfel­pa­ra­dies Vinsch­gau und dem medi­ter­ra­nen Mera­ner Land, mit dem step­pen­ar­ti­gen Son­nen­berg auf der einen und dem dicht bewal­de­ten Nör­der­berg auf der ande­ren Sei­te, lässt die Umge­bung von Naturns wirk­lich kei­ne Wün­sche offen.

    Doch auch die Ort­schaft Naturns selbst bie­tet eine Men­ge Sehens­wür­dig­kei­ten direkt im Dorf oder nur unweit ent­fernt. So kön­nen Sie einen erleb­nis­rei­chen Urlaub in Süd­ti­rol ver­brin­gen, auch wenn Ihnen der Sinn nicht nach sport­li­chen Akti­vi­tä­ten und Action steht – oder Sie wäh­rend eines ansons­ten adre­na­lin­rei­chen Auf­ent­halts ein­mal lie­ber die Annehm­lich­kei­ten nut­zen wol­len, die unser moder­nes Well­ness­ho­tel Lin­den­hof zu bie­ten hat. Die­se 5 Aus­flugs­zie­le, die wir Ihnen zusam­men­ge­stellt haben, sind näm­lich per­fekt als kur­zer Aus­flug, um Ihnen den Rest des Tages “frei” für alle Ver­wöhn­mo­men­te unse­res 4 Ster­ne-Hotels in Süd­ti­rol zu las­sen:

    1500 Jah­re Geschich­te leben­dig gemacht – Pro­ku­lus Kirch­lein und Muse­um

    Inmit­ten der Apfel­gär­ten öst­lich von Naturns, nur einen Spa­zier­gang weit vom Dorf­kern ent­fernt, liegt das klei­ne Kirch­lein St. Pro­ku­lus, das dem gleich­na­mi­gen Hei­li­gen gewid­met ist. Er war Über­le­ben­der der Chris­ten­ver­fol­gung unter Dio­kle­ti­an und einer der ers­ten Bischö­fe von Vero­na. Auf Drän­gen des heid­ni­schen Statt­hal­ters muss­te er aller­dings aus der Stadt flie­hen, was auch in den Wand­ma­le­rei­en in der Pro­ku­lus­kir­che zum Aus­druck gebracht wird. Von außen wirkt die Kir­che näm­lich unschein­bar, doch sie beher­bergt in ihrem Inne­ren einen bedeu­ten­den Schatz an Wand­ma­le­rei­en meh­re­rer Epo­chen und zählt zu den wich­tigs­ten Fres­ken­fund­or­ten in Mit­tel­eu­ro­pa. Jene neu­es­ten Fres­ken, die die ältes­ten Fres­ken zuerst ver­bar­gen, wur­den sorg­fäl­tig ent­fernt und kön­nen im gegen­über lie­gen­den Pro­ku­lus-Muse­um bestaunt wer­den.

    Auch die­ses 2006 erbau­te Muse­um, gegen­über der Kir­che gele­gen, ver­birgt sei­ne Pracht auf den ers­ten Blick vor dem Auge des Besu­chers. Nur das Ein­gangs­por­tal fällt auf, der Rest des Muse­ums ist kom­plett unter­ir­disch ange­legt. In vier mul­ti­me­dia­len Sta­tio­nen führt die Rei­se durch einen fes­seln­den Par­cours, der nach­ein­an­der Spät­an­ti­ke, Früh- und Spät­mit­tel­al­ter und frü­he Neu­zeit mit kur­zen Film­se­quen­zen und archäo­lo­gi­schen Fun­den aus Naturns und Umge­bung wie­der leben­dig wer­den lässt. Neben einem anthro­po­lo­gi­schen Teil mit detail­lier­ten Infor­ma­tio­nen über Leben und Wir­ken der Naturn­ser im Lau­fe der Jahr­hun­der­te bie­tet das Muse­um zudem die oben erwähn­ten abge­nom­me­nen goti­schen Fres­ken.

    Zusam­men bil­den die St. Pro­ku­lus Kir­che und das Pro­ku­lus Muse­um somit eine har­mo­ni­sche Ein­heit und machen gemein­sam 1.500 Jah­re Geschich­te in Naturns leben­dig.

    Naturns: Zuhau­se bei Rein­hold Mess­ner – Schloss Juval und Mess­ner Moun­tain Muse­um

    Etwas ober­halb des Dor­fes, in 20 Auto- oder Bus­mi­nu­ten oder ein­ein­halb Stun­den gemüt­li­chen Wan­derns bequem zu errei­chen, thront auf einem Hügel am Ein­gang des Schnal­s­ta­les Schloss Juval. Im 13. Jhd. erst­mals urkund­lich erwähnt und zwi­schen­zeit­lich fast kom­plett ver­fal­len, wur­de es nach häu­fi­gem Besit­zer­wech­sel schließ­lich 1983 vom Süd­ti­ro­ler Extrem­berg­stei­ger Rein­hold Mess­ner erwor­ben und auf­wän­dig restau­riert. Heu­te beher­bergt Schloss Juval des­halb, neben der pri­va­ten Som­mer­re­si­denz Mess­ners, eines sei­ner sechs Mess­ner Moun­tain Muse­en, kurz MMM

    Das MMM Juval ist ganz dem Mythos Berg gewid­met. Neben Mess­ners umfang­rei­cher Aben­teu­er-Biblio­thek und der euro­pa­weit größ­ten pri­va­ten Tibe­ti­ka-Samm­lung fin­det der inter­es­sier­te Besu­cher hier auch eine Bil­der­ga­le­rie zu den hei­li­gen Ber­gen der Welt, Mess­ners Mas­ken­samm­lung aus fünf Kon­ti­nen­ten und den zum stun­den­lan­gen Stö­bern ein­la­den­den Expe­di­ti­on­s­kel­ler. Eini­ge wei­te­re Aus­stel­lungs­räu­me zu ver­wand­ten The­men und die Renais­sance-Fres­ken des Schlos­ses selbst run­den das, natür­lich von geschul­ten Füh­rern erklär­te, Ange­bot des MMM Juval ab. Nicht direkt Teil der Aus­stel­lun­gen, aber eben­falls sehens­wert ist das Glas­gie­bel­dach über dem ver­fal­le­nen Nord­trakt, das die zer­stör­te Schloss­sei­te schützt und trotz­dem den Blick auf ihre tur­bu­len­te Geschich­te frei­lässt.

    Auch die Umge­bung rund um das Schloss Juval lädt nach einem Besuch noch zum Ver­wei­len ein. Ein klei­ner Berg­tier­park u.a. mit Yaks begeis­tert Jung und Alt, im Gast­haus Schloss­wirt wer­den hof­ei­ge­ne Pro­duk­te von Mess­ners Bau­ern­hof ser­viert und im Wein­gut Unter­ortl exzel­len­te Wei­ne ver­kos­tet und ver­kauft. Am Fuße des Burg­hü­gels kön­nen Sie schließ­lich auf dem Heim­weg noch einen Abste­cher in einen klei­nen aber gut sor­tier­ten Bau­ern­la­den machen.

    Memen­to mori im neu­en Gewand – Der Plau­ser Toten­tanz

    Eini­ge Kilo­me­ter ent­fernt von Naturns, am Anfang des Vinsch­gaus, liegt die Klein­ge­mein­de Plaus. Neben einer Viel­zahl ande­rer his­to­risch wert­vol­ler Stät­ten beher­bergt die­se Nach­bar­ge­mein­de von Naturns auch den berühm­ten „Plau­ser Toten­tanz“. Die­ses 2001 fer­tig­ge­stell­te Kunst­werk besteht aus 18 Bild­ta­feln von ins­ge­samt 36 m Län­ge und befin­det sich auf der äuße­ren Fried­hofs­mau­er der Pfarr­kir­che St. Ulrich. Hier befand sich zuvor bereits ein älte­rer Toten­tanz, der aller­dings durch zu weit fort­ge­schrit­te­nen Ver­fall und man­geln­de Doku­men­ta­ti­on über den Ori­gi­nal­auf­bau nicht mehr restau­riert wer­den konn­te. So wur­de der berühm­te Vinsch­ger Künst­ler Luis Ste­fan Ste­cher beauf­tragt, einen wür­di­gen Ersatz zu ent­wer­fen. Das ist ihm gelun­gen! 

    Die 18 Bild­ta­feln befas­sen sich alle, manch­mal ernst und manch­mal weni­ger, mit dem all­ge­gen­wär­ti­gen The­ma des Todes in all sei­nen Facet­ten. Wer jetzt aber denkt, ihn erwar­te ein düs­te­res, depri­mie­ren­des Mahn­mal, der liegt falsch. Zum einen sind die Inschrif­ten alle im uri­gen Vinsch­ger Dia­lekt ver­fasst und rei­men sich meist, zum ande­ren ist ein Groß­teil davon mit einem Augen­zwin­kern des Künst­lers zu ver­ste­hen, der sei­nen bekann­ten Humor gern und oft ein­flie­ßen ließ. Alle 18 Sze­nen müs­sen Sie sich schon in Per­son selbst anschau­en, um ihre beein­dru­cken­de Wir­kung zu ver­ste­hen.

    Auf den Spu­ren der Glet­scher­mu­mie – arche­o­Parc Schnal­s­tal

    Bequem mit der Bus­li­nie 261 zu errei­chen fin­den Sie im Schnal­s­tal, genau­er gesagt in Unser Frau, ein ganz spe­zi­el­les Aus­flugs­ziel: den arche­o­Parc. Die 1991 gefun­de­ne Glet­scher­mu­mie “Ötzi” hat zwar ihren Platz im Archäo­lo­gie­mu­se­um in Bozen gefun­den, doch hier, einen Stein­wurf von Ötzis Fund­stel­le am Tisen­joch ent­fernt, wird das Leben vor 5000 Jah­ren umfas­send und anschau­lich dar­ge­stellt. Und das mit viel Lie­be zum Detail, so z. B. gehö­ren fast sämt­li­che Pflan­zen und Bäu­me auf dem Gelän­de zu Arten, die bereits vor Tau­sen­den von Jah­ren in die­ser Gegend wuch­sen. 

    Dabei legt das Frei­licht- und Aktiv­mu­se­um immer gro­ßen Wert dar­auf, nicht nur zu zei­gen und zu erklä­ren. Der Fokus der Attrak­ti­on, der beson­ders für Fami­li­en ide­al ist, ist das Erle­ben. Ori­gi­na­le Nach­bau­ten von Hüt­ten und Stät­ten kön­nen betre­ten, Brot mit jahr­tau­sen­de­al­ter Tech­nik geba­cken und die Fer­tig­kei­ten als Bogen­schüt­ze erprobt wer­den. Auf einer Flä­che von 8.000 m² fin­den sich neben den Erleb­nis­par­cours auch eine Dau­er­aus­stel­lung über Ötzi, sowie meh­re­re Aus­stel­lun­gen und Lehr­pfa­de, die sich zwar nicht mit dem Lebens­raum der Glet­scher­mu­mie direkt befas­sen, aber dafür einen Ein­blick in die Lebens­räu­me und -gewohn­hei­ten benach­bar­ter Gebie­te ermög­li­chen.

    Es gibt zwei Vari­an­ten, das Aktiv­mu­se­um zu ent­de­cken: ein kur­zer Blick zurück in Ötzis Zei­ten auf dem Par­cours 1 (diver­se Aus­stel­lun­gen, Baum­lehr­pfad und Haus­grup­pe Alpen­tä­ler), ca. eine Stun­de; oder das Kom­plett­pa­ket Par­cours 1, 2 und 3, das neben dem Par­cours 1 auch die Haus­grup­pe Poebe­ne, die Haus­grup­pe Nörd­li­ches Alpen­vor­land, den neu errich­te­ten Boots­steg, den Bogen­schieß­stand und die Besu­cher­werk­statt mit Brot­back­haus beinhal­tet. Abge­run­det wer­den kön­nen bei­de Mög­lich­kei­ten mit einem Besuch im Muse­ums­shop oder einem gemüt­li­chen Imbiss im Cafè des Muse­ums.

    Ran an den Speck! – Das Speck­mu­se­um in der Moser Speck­world

    Kaum ein Süd­ti­ro­ler Lebens­mit­tel ist neben Äpfeln und Wein euro­pa-, wenn nicht welt­weit so bekannt und beliebt wie der Süd­ti­ro­ler Speck. Er ist ein Teil von Kul­tur und Tra­di­ti­on und in der Kuli­na­rik all­ge­gen­wär­tig, und jeder Her­stel­ler, von klei­nen Alm­bau­ern bis zum natio­na­len Groß­her­stel­ler, hat sein eige­nes gehei­mes Fami­li­en­re­zept für das Wür­zen.

    So auch die renom­mier­te Speck­her­stel­ler-Fami­lie Moser aus Naturns in Süd­ti­rol. Ihr Geheim­re­zept gibt sie zwar nicht preis, aber ansons­ten ver­rät sie dem inter­es­sier­ten Besu­cher in ihrer Erleb­nis­welt, der Speck­world, alles Wis­sens­wer­te über das tra­di­tio­nel­le Süd­ti­ro­ler Pro­dukt. Die Moser Speck­world, in ori­gi­na­ler Alm­hüt­ten­ar­chi­tek­tur mit aus­la­den­dem Schin­del­dach erbaut, zeigt die beein­dru­cken­de Geschich­te des Specks auf. Über Genera­tio­nen hin­weg wur­de der Schin­ken von den Bau­ern um die Weih­nachts­zeit geräu­chert, um ihn für das gan­ze Jahr halt­bar zu machen. Dabei wur­de eine Kom­bi­na­ti­on aus der medi­ter­ra­nen Metho­de der Luft­trock­nung und der alpi­nen Metho­de der Räu­che­rung ange­wen­det – der Süd­ti­ro­ler Speck wird zuerst nur leicht geräu­chert und dann 20-30 Wochen luft­ge­trock­net. 

    Die­se und vie­le wei­te­re inter­es­san­te Fak­ten zur Auf­be­wah­rung, dem rich­ti­gen Schnei­den, Rezep­ten und Kurio­sem wer­den von inter­ak­ti­ven Sta­tio­nen und Infor­ma­ti­ons­ta­feln dar­ge­stellt. In der Erleb­nis­welt kön­nen Sie außer­dem eine tra­di­tio­nel­le Selch­kü­che mit altem Herd, einen ori­gi­na­lem Schwei­ne­trog, eine ech­te Wurst­sprit­ze, eine alte Pro­dukt­waa­ge und vie­le wei­te­re uri­ge Gerä­te aus der tra­di­tio­nel­len Speck­pro­duk­ti­on begut­ach­ten. Sogar Rein­hold Mess­ner, dem oben bereits erwähn­ten Süd­ti­ro­ler Extrem­berg­stei­ger, ist als bekann­tes­tem Wer­be­trä­ger von Moser Speck hier eine klei­ne Aus­stel­lung gewid­met. 

    Wer nach die­sem detail­lier­ten Aus­flug in die Geschich­te des Specks selbst ein Stück tra­di­tio­nel­ler Süd­ti­ro­ler Kuli­na­rik auch zu Hau­se genie­ßen möch­te, der kann sich das eine oder ande­re Speck-Pro­dukt gleich aus dem Direkt­ver­kauf in der Moser Speck­world mit­neh­men.

    Bild­quel­le © Lin­den­hof Life­style Dol­ce­Vi­ta Resort

    Wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten rund um Naturns


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